Energieeffizienter, lebendiger, integrativer
Zu den geänderten Plänen für das Museum des 20. Jahrhunderts in Berlin
Wenn sich die Realisierung eines Projekts in die Länge zieht, birgt das auch Chancen. Bisherige Entscheidungen können hinterfragt und die Karten neu gemischt werden. Im Falle des Museumsbaus am Kulturforum brachten die Verzögerungen eine Kurswende mit sich. Durch den nun angepassten Entwurf von Herzog & de Meuron soll das Gebäude nicht nur energieeffizienter werden. Mehr Grün und eine neue Freiraumgestaltung sollen den Ort durchlässiger, lebendiger und integrativer machen.
Von Dorit Schneider-Maas
Während die Beteiligten beim offenen Ideenwettbewerbs 2015 noch von einer Fertigstellung im Jahr 2021 sprachen, rechnet man nun mit 2027. Ähnlich träge erscheint die Namensfindung für den Bau, der einen Großteil der Bestände der Nationalgalerie zur Kunst des 20. Jahrhunderts beherbergen soll. Auf Wikipedia noch unter dem Eintrag „Museum des 20. Jahrhunderts“ zu finden, trägt das auch als „Museum der Moderne“ und als „Nationalgalerie20“ bezeichnete Projekt nun den knappen wie vielversprechenden Titel „berlin modern“. Nicht zu vergessen: Zur holprigen Planungsgeschichte gehören die geringe Beteiligung am Ideenwettbewerb und der umstrittene Realisierungswettbewerb von 2016 ebenso wie die Kostenentwicklung: erst kürzlich wurde bekannt gegeben, dass der Bau nicht mehr 200 und auch nicht 450,2 Millionen – wie 2019 angenommen – kosten soll. Wie der Tagesspiegel berichtete, rechne man nun mit einer Summe von 542 Millionen Euro.
Was sich einerseits als unentschlossen deuten lässt, erhöht andererseits die Chancen auf Veränderungen. Welche Anpassungen bei dem Museumsbau zwischen Neuer Nationalgalerie und Philharmonie vorgenommen wurden, präsentierten die Beteiligten vor kurzem bei einem Termin, zu dem lediglich wenige Gäste der Tagespresse geladen waren. Neben dem Chef des Umweltbundesamtes (UBA) Dirk Messner äußerten sich Klaus Biesenbach, Direktor der Neuen Nationalgalerie, sowie Architekt Jacques Herzog und Kulturstaatsministerin Claudia Roth zu den angepassten Plänen.
Den Anstoß zur Kurswende gab ein Bericht des Bundesrechnungshofs im März 2021, worin nicht nur die gestiegenen Kosten, sondern allem voran auch die Klimabilanz des Museumsbaus kritisiert wurden. Claudia Roth spreche nun gar von der „Rettung“ des Projekts, schreibt der Tagesspiegel. Alle Baubeteiligten hätten hart daran gearbeitet, die Pläne weiterzuentwickeln und das gesamte Projekt nachhaltiger zu machen, wird Roth auf der Webseite der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) zitiert. Man wolle keinen elitären Kunsttempel bauen, sondern einen offenen, lebendigen, sozialen Ort schaffen, so die Kulturstaatsministerin, die sich laut Tagesspiegel bei der Präsentation des neuen Konzepts vor Begeisterung kaum habe halten können.
Unter anderem heißt dies, dass auf dem Dach eine Photovoltaikanlage von 4.000 Quadratmetern installiert wird. Auch bei den Materialien justierte man ordentlich nach: Die ursprünglich mit Beton-Klinker-Fertigteilen geplante Fassade wird nun ohne Beton umgesetzt. Es sollen außerdem mehr Recyclingmaterialien (Beton, Fassadenziegel und Bodenbeläge im Außenbereich) zum Einsatz kommen. Weitere Optimierungen hätten laut SPK zu einer Verschlankung des Tragwerks, Einsparungen von Stahl und Beton sowie einer verbesserten Auslegung der Haustechnik geführt.
Zuvor seien es vor allem auch die offenen Räume und die gewaltigen Tore gewesen, die Kritik ausgelöst hätten, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Nach dem neuen Plan seien nicht nur die Tore auf menschliches Maß geschrumpft, dank kleinerer Maßnahmen im Inneren würden sich die Räume jetzt auch besser trennen lassen, heißt es weiter. Was die Freiräume angeht, so gebe es Überlegungen, die Sigismundstraße, die Herbert-von-Karajan-Straße wie auch die Scharounstraße stillzulegen, die bisher als Parkplatz dienen, und die Straßenflächen zu bepflanzen. Der Tiergarten solle „ins Kulturforum hineinwuchern“, zitiert die Süddeutsche Dirk Messner.
Um den Ort integrativer zu gestalten, sind unter anderem ticketfreie Ausstellungsbereiche und für Ausstellungen flexibel nutzbare Flächen geplant. Zudem wurden die Gastronomieflächen um einen Biergarten erweitert, der den Ort außerhalb der Öffnungszeiten des Museums beleben soll. Auf der Südseite soll sich das Gebäude mit einem Pop-Up-Café zur Neuen Nationalgalerie hin öffnen, während am Osteingang neben der kostenfreien „Street Gallery“ ein Buchladen geplant ist. Weitere gestalterische Änderungen wie etwa eine lange Bank entlang der Ost- und Westfassade sind zwar keine großen Eingriffe, könnten aber durchaus zur Belebung des Orts beitragen.
Liebe Baunetz-Redaktion, im nächsten Jahr bitte wieder etwas kreativer werden.
Mittlerweile kommt aber wirklich fast nur noch Mist heraus, wenn diese Planer aktiv werden. Ob Museum des 20. Jahrhunderts in Berlin oder Paketposthalle in München - planlose Langeweile oder verkrüppelte Bücklinge vor Entwicklern und Investoren. Wie ein Befreiungskämpfer, der zum Diktator seines Volkes geworden ist, sind HdM zu "Stadtfeinden" geworden, deren Arbeit das Gegenteil von einem Mehrwert für seine Umgebung bietet. Bitte aufhören. :(
du hast sowas von recht. ich mag die csu auch nicht. und du hast recht, was bei mir im land bayern abläuft ist beschämend. und ich muss mich echt fremdschämen für unsere peinliche politikertruppe. leider ist es bei dir aber nicht besser, berlin. eher schlechter. und ich parke meinen schwarzen s - klasse daimler, schwarz farbcode 040 ( da muss man wissen das das mercedes schwarz wesentlich schwärzer ist als z.b. das vw schwarz, nur am rande, hat auch nix mit politik oder so zu tun) nun mal lieber in der maximilianstrasse. da brauch ich nicht absperren und kann alles drin liegen lassen. angespuckt oder abgefackelt wird er auch nicht. das ist bei dir in der bergmannstrasse anders. berlin. da kann ich den nicht hinstellen. zudem hat er auch noch vorne ein "m" und hinten ein "h" im kennzeichen. geht also doppelt nicht. und die versicherung zahlt auch nicht, wenn er weg ist wenn sie erfahren wo ich ihn abgestellt habe...