Japanisches Nationalstadion
Zaha Hadid gewinnt Wettbewerb in Tokio
Mit den Worthülsen „dynamisch und futuristisch“ pries der Juryvorsitzende Tadao Ando den siegreichen Entwurf für das japanische Nationalstadion, mit dem sich Zaha Hadid (London) gegen ihre zehn Mitbewerber in der Finalrunde durchsetzen konnte. Neben Tadao Ando waren weitere große Namen, darunter Richard Rogers und Norman Foster, unter den Preisrichtern für das Prestigeprojekt.
Der Neubau, der an der Stelle des zum Abriss vorgesehenen Olympiastadions der Spiele von 1964 entstehen wird, soll bei der erneuten Bewerbung Tokios für die Spiele 2020 den Ausschlag zugunsten der japanischen Hauptstadt bringen. Das neue Stadion wird Sitzplätze für 80.000 Zuschauer haben und soll über eine ein- und ausfahrbare Dachkonstruktion verfügen.
Das Japan Sport Council JSC will das Beste vom Besten und hat sich für die britische Stararchitektin entschieden – und damit vielleicht eher für einen Namen, und nicht für die Architektur. Für ein kleineres japanisches Büro wäre der Bau des Superstadions ein gutes Sprungbrett gewesen.
Das Budget für den Um- und Neubau ist mit 130 Millliarden Yen, umgerechnet 1,26 Milliarde Euro, mehr als beachtlich; der Bau des Olympiastadions in Peking von Herzog & de Meuron wirkt dagegen mit rund 325 Millionen Euro Baukosten fast niedlich.
Und vermutlich habe ich den Japanern - ganz allgemein gesprochen - damit unrecht getan, als fünfter nach der Landespolitik, der Stadt, den internationalen Architekten und der Jury. Und da auch anderswo Nachhaltigkeit nur eine Phrase ist, wäre es vermessen, das hier einzufordern. Folgen wir der Logik des zu Kritisierenden.
=)
''Japan zeigt leider doch keine Größe.'' Weder japan noch die Japaner wurden gefragt, auch dort gibt es eine Jury. Und bleibt ma lfair, in welchem Land wird denn Nationalstadion nachhaltig gebaut? Und kommt mir nicht mit Sanierungsprojekten aus Ländern die sanieren weil sie kein Geld für einen Neubau haben!