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17.05.2022

Architekturen des Transports

Workshop zur Kunst- und Technikgeschichte in Hamburg


Rolltreppen, -bänder oder Aufzüge sind aus der Architektur nicht wegzudenken. Bereits die Antike kannte eine Art Kabinenkorb, der mit Hilfe der Seilwinde vertikal bewegt und dessen Konstruktion im 2. vorchristlichen Jahrhundert – laut Vitruv – dem griechischen Mathematiker Archimedes zugeschrieben werden kann. Das Prinzip fand in den folgenden 2.000 Jahren kaum verändert Anwendung. Die Industrialisierung, maßgeblich der Abbau von Rohstoffen, Erzen und Kohle an Hängen, in Gruben und Bergwerken, führte zur Entwicklung neuer, ab Mitte des 19. Jahrhunderts mit Dampf betriebener und in Eisen konstruierter Hebetechniken. Auf der Weltausstellung 1853 in New York wurde der erste absturzsichere Otis-Personenaufzug vorgestellt, zur gleichen Zeit wuchsen die Stahlskelette der Häuser in die Höhe und die Wertigkeit der Geschossebenen kehrte sich um. Um die Jahrhundertwende wandelten sich Rolltreppen von der Jahrmarktsattraktion zum prägenden Bestandteil der neuen Warenhäuser und Untergrundbahnen in den der wachsenden Städten.

Diesen seitdem unverzichtbaren, gleichwohl eher wenig beachteten technischen Beförderungsanlagen widmet das Kunstgeschichtliche Seminar, Fachbereich Kulturwissenschaften der Universität Hamburg am Freitag, 20. und Samstag,  21. Mai 2022 den Workshop „IM/MOBIL. Aufzüge, Rolltreppen und Hebewerke. Architekturen des Transports und Möglichkeiten ihres Erhalts im Fokus von Kunst- und Technikgeschichte (1850-2021).“ Organisiert wird die interdisziplinäre Veranstaltung vom Lehrstuhl Frank Schmitz.

Der Workshop versammelt Referent*innen aus Deutschland, Schweiz und Österreich, die in ihren Beiträgen ingenieur- und technikgeschichtliche sowie design- und kunsthistorische Aspekte und die Themen Raumwahrnehmung und Erlebbarkeit in der Bewegung beleuchten. Darunter der Vortrag „Das Band. Technologie der Verbindung und städtebauliche Vision bei Hans Scharoun“ von Hanna Wiemer (Berlin), „Der Berg ruft. Seilbahnen und Seilbahnstationen der Tiroler Moderne“ von Klaus Tragbar (Innsbruck) oder „Mobile Repräsentationsorte – Aufzüge und ihre Kabinen als gestalterischer Höhepunkt von Gebäuden“ von Robin Augenstein (Hamburg).  Ziel des Workshops ist es, durch eine breitere Betrachtungsweise technischer und ästhetischer Gesichtspunkte eine neue Herangehensweise und Argumentationsebene insbesondere bei denkmalpflegerischen Fragen zu schaffen.

Termin
: Freitag, 20. ab 14 Uhr, Samstag, 21. Mai 2022 ab 9.30 Uhr
Ort
: Universität Hamburg, Edmund-Siemers-Allee 1, 20146 Hamburg

Um Anmeldung wird gebeten.


Zum Thema:

kulturwissenschaften.uni-hamburg.de


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Interieurs für Aufzugkabinen (1950er Jahre)

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