Treppenpuffer in Basel
Wohnungsbau von Hildebrand Studios
Die Rahmenbedingungen auf dem nur acht Meter breiten Grundstück an der Zürcherstrasse in Basel waren alles andere als ideal. Während an der sonnigen Südseite Autos und Tram vorbeirauschen, ist es auf der nach Norden ausgerichteten Hofseite zwar ruhig, doch es mangelt an Tageslicht. Für ihr Townhouse fanden Hildebrand Studios (Zürich) dennoch eine Lösung, die Lärm, Ruhe und Licht austariert. Der Kniff: Ein skulptural anmutendes Treppenhaus, das leicht über den Bürgersteig hinausragt und so als schützender Puffer zur Straße fungiert.
Bei der über die Baulinie geschobenen, mit Metall verkleideten Stahlkonstruktion handelt es sich um eine geschickte Auslegung der baurechtlichen Vorgaben, die hier Erker und Balkone erlauben. Links und rechts des mittig angeordneten, offenen Treppenhauses befinden sich zwei Nischen, die trotzdem viel Tageslicht in die hier untergebrachten Wohnungen lassen. Eine der Nischen dient als Eingangsbereich, während die andere als Arbeits- oder Wohnnische genutzt werden kann.
Im Erdgeschoss sind Räume für ein Büro oder Geschäft untergebracht. Darüber liegen vier zimmerlose Wohnungen mit offenem Grundriss sowie eine zweistöckige Dachgeschosswohnung. Alle Apartments sind durchgesteckt, während ein mittig angeordneter Kern mit Aufzug und Badezimmer die Flächen zoniert. Dadurch ergibt sich eine Aufteilung mit Schlafen in Richtung ruhiger Hofseite sowie Wohnen und Essen in Richtung belebter Zürcherstrasse.
Die kleineren Einheiten verfügen über rund 80 Quadratmeter und große Balkone auf der Hofseite. Die Maisonette im obersten Geschoss misst 96 Quadratmeter. Sie wirkt großzügig und luftig, nicht zuletzt auch durch die vier Balkone hof- und straßenseitig auf beiden Ebenen. Die Baukosten für das Haus mit einer Bruttogrundfläche von 690 Quadratmetern werden mit 3,8 Millionen Schweizer Franken (4 Millionen Euro) angegeben.
Über dem Kellergeschoss aus Beton wurde das Haus komplett in Holzbauweise errichtet. Sogar der Kern, der den Aufzug und die Badezimmer aufnimmt, besteht aus Holz. Während die Architekt*innen von einem Townhouse sprechen, kombinierte die Bauherrschaft, das Immobilienunternehmen 8stogg, das Baumaterial mit dem eigenen Firmennamen und machte daraus Woodstogg. Dieser Name steht nun auch ganz offiziell über dem Hauseingang. (dsm)
Fotos: Roman Keller
Von den Balkonen aus blickt man auf den Roche-Tower von Herzog & de Meuron.
Eine Fluchttreppe die max. für das OG01 eine Funktion hat und ansonsten nur im Brandfall benutzt wird ist keine Qualität für die Fassade. Der Pariser Wohnungsbau weiß welcher Raum für eine Treppe ausreicht ;)
Auch ein Raumkontinuum aus Verkehrsflächen und einem Zimmer ist keine räumliche Qualität für mich. Daher überzeugt es mich das weiterhin nicht ;)
Die Frage nach dem - wer wohnt da?? muss man hier ausklammern. Ist kein soz. WB so viel steht fest
Ansonsten find ich den Bau irgendwie super. Das räumlichen Kontinuum, die plastische Fassadengestaltung durch die Treppe und das Material wirkt alles richtig gut.
Von dem Ding braucht man keine 10 Stk. aber eins hat seinen Platz.
Macht 23 Stück für die maximal 2 Personen, die dort leben können! Stark. So viele Stühle, Sessel und Sofas muss man erstmal haben.
Ich hätte mir auf einer Wand im Schlafzimmer noch eine Wandvorlage gewünscht um wenigstens noch einen Einbauschrank reinzubekommen.
Konzept?
Das bisschen Fassade was man hat wird mit einer Erschliessung verstellt? Was soll die Treppe in der Fassade ? Ist das ein Fassaden Thema?
Das bisschen Fassade zum Hof ist Schlafzimmer?
Soviel Verkehrsfläche ... Wohnzimmer mit Blick auf Treppenhaus bzw. Wand
Wo ist da eine räumliche Qualität?
Ich versteh den Grundriss nicht und sehe da eher eine verloren Chance für eine schöne Bauaufgabe!
(ich auch)