Backbone Village
Wohnsiedlung von Ofis in Slowenien
Auch in Podpeč haben die Leute den Traum vom Wohnen im Grünen für sich wieder entdeckt. Erst kürzlich wurden hier unter dem Titel „Backbone Village“ acht neue Wohnhäuser fertig gestellt – geplant und gebaut von Ofis Arhitekti (Ljubljana), die uns gestern aktuelle Fotos der verschneiten Häuser zugeschickt haben.
Das Dorf Podpeč im südwestlichen Slowenien steht dabei als Teil einer städtebaulichen Studie für vorstädtische Gebiete außerhalb des Autobahnrings von Ljubljana. Die Wohnsiedlung ist für junge Familien geplant, die es sich nicht leisten können, in den Innenstädten zu leben und auf ein Haus mit Garten in „grüner Nachbarschaft“ nicht verzichten wollen. Doch auch die alteingesessenen Dorfstrukturen sollen von dem Zuzug ihrer neuen Bewohner profitieren. Um an diese Strukturen anzuknüpfen, passen sich die Häuser in ihrer Anordnung an ihre Vorgängerbauten an. Eine Abzweigung von der Landstraße fungiert als eine Wirbelsäule, an der sich die acht Parzellen wie Rippen angliedern, daher der Name der Siedlung.
Die zweigeschossigen Wohnhäuser sind mit 100 Quadratmetern Wohnfläche nicht gerade groß, aber gemütlich. Der zentrale Wohnraum mit Zugang zum Garten, Küche und Vorratsraum sind im Erdgeschoss angesiedelt, während in der ersten Etage drei Schlafzimmer und zwei Bäder ihren Platz finden. Hinter der markanten, langen Terrasse mit der über Eck gebauten Pergola liegen die Schlafzimmer. Das Satteldach soll den zukünftigen Bewohnern einen weiteren Stauraum ermöglichen. Die Häuser, die mit ihrem Mix aus Lärchenholz, Beton, Schieferplatten und Glas zunächst an eine wilde Materialcollage erinnern, sollen 180.000 Euro kosten.
Fotos: Tomaz Gregoric
eine Bauform, die man in 15 Jahren noch als hässlich bezeichnen kann, so wie es heute der Fall ist. Das nenne ich in Würde altern, oder sterben, oder schon tot sein. (s. Sarkasmus)
Wie da die Sindeln über die Fassade gehen (z.B. Bild 5/15), geradezu kriminell. Aber auch Respect sowas mal gebaut zu haben, Respect an die konsequente Rückständigkeit in Ansicht und Grundriss und vor allem Respect an diese so abgrundtief fürchterlichen Balkonkonstrukte, ohne die man das Gebäude noch fast hätte ertragen können. Danke. (Bei so Bauten in Kombination mit den vorhergehenden Kommentaren wundert man sich schon, dass Oliver Kalkofe noch keine Architekten durch den Kakao gezogen hat...)
Nur über die graue Schindelverkleidung hätte ich noch mal nachgedacht...