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31.08.2016

Schönes Leben in Beton

Wohnhaus von Kempe Thill in Antwerpen


Insbesondere in den Niederlanden ist die spezifische Moderne-Interpretation des Atelier Kempe Thill gefragt, doch seit kurzem steht auch im nahen Flandern ein erstes Projekt der Rotterdamer. POLO Architects aus Antwerpen hatten das Büro eingeladen, sich mit einem eigenen Gebäude an einem Wohnblock zu beteiligen, den sie gerade in ihrer Heimatstadt entwickeln. Nieuw Zuid nennt sich das neue Quartier, zu dem dieser Block gehört. Das entsteht auf einem alten Bahnhofsgelände direkt an der Schelde und in unmittelbarer Nähe von Richard Rogers Justizpalast.

Der Entwurf für den Masterplan stammt vom Mailänder Büro Secchi-Viganò und besteht aus aufgebrochenen Blöcken, die eine Balance zwischen der Stadt des 19. Jahrhunderts und dem Städtebau der Moderne schaffen sollen. Durchaus also eine interessante Umgebung für Kempe Thill und ihre eigene Auseinandersetzung mit den Typologien der Vergangenheit. Hinzu kommt, so die Architekten, dass in Flandern die Rückkehr der Mittelklasse in die Innenstadt noch ein vergleichsweise junges Phänomen ist – ein idealer Moment also, um mit einem beispielhaften Wohnungsbau ein Zeichen zu setzen.

Kempe Thill konzipieren ihren Wohnriegel am Rande des neuen Quartiers als eine Art Wintergarten-Haus: Ein konstruktiver Rahmen aus dunklem Beton trägt raumhoch verglaste Hybride aus Balkon und unbeheiztem Innenraum, die den eigentlichen Wohnungen vorgelagert sind. Da sich diese Wintergärten bei einer Tiefe von 2,6 Metern über beide Längsseiten erstrecken, ist der Raumgewinn beachtlich – bei manchen Apartments verdoppelt sich die Wohnfläche fast. Insgesamt entstanden auf fünf Obergeschossen 32 Einheiten, während der Sockel einer gewerblichen Nutzungen vorbehalten ist.

Neben der typologischen Struktur ihrer Gebäude legen Kempe Thill außerdem auch großen Wert auf Materialität ihrer Architektur. In Antwerpen beziehen sich ihre Überlegungen auf die „burgundische Liebe“ zu den schönen Dingen des Lebens, die bis heute die flämische Kultur präge. Darum ihre Wahl eines dunklen Betons, der eine Brücke schlagen soll zwischen den Traditionen dieser Region und der Gegenwart. (sb)

Fotos: Ulrich Schwarz


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