Grüne Höhle
Wohnhaus in Yokohama
Morgens barfuß durchs Gras – vielleicht das beste Argument, das sich für ein Haus mit Garten finden lässt. Wie dieses Gefühl auch in einem engen japanischen Vorort möglich wird, das zeigt ein Wohnhaus in Yokohama, entworfen von der Architektin Makiko Tsukada aus Tokio.
Gedacht ist das Gebäude mit seinen knapp 100 Quadratmetern für ein junges Pärchen, das ganz offensichtlich an fließenden Innenräumen seine Freude hat. Der Grundriss ist um einen Installationskern herum organisiert und gliedert sich in drei Halbgeschosse, die jeweils mit breiten Treppen verbunden sind.
Von moderner Leichtigkeit zu sprechen, wäre trotzdem nicht ganz richtig. Mit dunklem Holz als dem primären Material der Konstruktion wie des Ausbaus erinnern die Räume trotz ihrer Offenheit eher an eine Höhle. Allerdings war genau dieser Eindruck von Tsukada intendiert, wird so doch der Kontrast zum Außenraum bewusst verstärkt.
Das Dach über der Einfahrt ist nämlich mit einem perfekten Stückchen Rasen begrünt, der optisch in die umliegenden Bäume übergeht. Im Winter kann man sich so in der Höhle verkriechen, während einen im Sommer das knallige Grün nach draußen lockt. (sb)
Ich bin auch strikt gegen das über DIN-isieren der Welt, wo ein gesunder Menschenverstand und Überlebenstrieb dies unnütz machen. Wer mit beidem nicht dienen kann, darf sich gerne fern halten (selbst Kleinkinder im übrigen haben beides, teilweise mehr davon als so mancher Erwachsene).
Im großelterlichen Bauernhaus meinerseits auf dem Dorf gibt es nicht mal einen Handlauf, geschweige denn ein Geländer an der Treppe zu den Schlafräumen im OG und die haben es geschafft 6 Kinder groß zu ziehen, ohne dass nur eines hinuntergefallen wäre. Insgesamt ist da noch niemand runter gefallen, da wir dort als Enkel auch einige Sommer verbracht haben, auch in Kindesjahren, war ich hier akut selbst betroffen. Wettere ich jetzt gegen jedes Geländer weltweit: nein, aber ich sehe genauso wenig einen Grund gegen geländerlose Konstruktionen zu wettern.
in anderen ländern, wo es keine abstutzsicherung gibt, sterben auch nicht mehr kinder als hierzulande, im gegenteil. sie werden einfach verantwortungsvoller erzogen damit sie nicht herabstürzen. das spart geld und schafft ästhetische freiheiten.
und bei der Gartenparty zu späterer Stunde