Gesund in Ougadougou
Krankenstation in Burkina Faso fertig
Es geht weiter: Am kommenden Samstag wird mit der Krankenstation ein weiterer Baustein des Operndorfes Afrika in Betrieb genommen. Die Vision von Christoph Schlingensief und dem Architekten Diébédo Francis Kéré materialisiert sich Schritt für Schritt: Nachdem auf dem unweit von Ougadougouder, der Hauptstadt Burkina Fasos gelegenen Areal der erste Bauabschnitt realisiert wurde – zu dem die Schule, das Tonstudio und die Kantine gehören –, sind etwa vier Jahre vergangen. Mit dem Bau der Krankenstation, deren Bedeutung für das Operndorf für Francis Kéré sehr hoch ist, wurde vor zwei Jahren begonnen.
Anders als bei seinem vor kurzem fertig gestellten Projekt, der aus mehreren Modulen bestehenden chirurgische Klink in Léo, ebenfalls in Burkina Faso, lässt Kéré bei der Krankenstation einen geschlossenen Baukörper entstehen. Ähnlich ist jedoch die Wahl der Materialien wie die lokal verwendeten gepressten Lehmsteine und Laterit sowie das Belüftungssystem. Um die Hitze nicht ins Innere gelangen zu lassen, wurden die Außenwände zweischichtig gebaut: Hohle Ziegelsteine wurden mit einer Lehmschicht verputzt, so dass hier ein weit auskragendes Dach nicht notwendig ist. Der Boden um das Klinikgebäude ist mit Lateritsteinen gepflastert.
Die Fassade wird von unregelmäßig angebrachten, unterschiedlich großen und mit Fliegengittern, Glas oder Metall gestalteten Fenstern bestimmt, deren Form für Kérés Entwürfe typisch ist. Der Architekt wollte durch möglichst viele Fensteröffnungen einen angenehmen Ausblick für die Patienten schaffen.
Es geht ihm allerdings nicht nur um einen schönen Ausblick. Das Anliegen, insbesondere Frauen einen Ort bereitzustellen, an dem sie unter hygienischen Bedingungen Kinder zur Welt bringen können, entstammt der gemeinsamen Philosophie von Schlingensief und Kéré. Die Inbetriebnahme der Station wird für die ländliche Region um das Operndorf etwa 5.000 Menschen eine Anlaufstelle bieten und das vier Kilometer entfernte Kreiskrankenhaus in Zukunft entlasten, aber auch durch gemeinsam konzipierte Vorsorge-Programme ergänzen: „Vor allem Frauen aus der Region erhalten nun Geburtsunterstützung sowie medizinische Erstversorgung für ihre Kinder“, sagt Kéré.
Ich finde es könnte auch einen prozentualen Anteil einer Bausumme geben, der für solche Projekte in Afrika eingesetzt wird.
Und wenn es zu den Bedürfnissen vor Ort so viel Diplomarbeiten gibt, umso besser!
Ich finde einfach mit dem Know-how was bauen angeht und den Kontakten in die Politik könnte da mehr gemacht werden. Und ich finde einfach großartig mit welchen relativ einfachen Mitteln schon wirklich geholfen werden kann.
Warum nur großer Büros? Und die großen wie GMP haben auch 300 Leute zu bezahlen und sind nicht automatisch reich, kein Architekturbüro ist das. Die Baubranche ...gut und schön. Die Bauindustrie! könnte das leisten, aber auch die sind keine Politiker. „Kleine effektive Zentren für die Bedürfnisse vor Ort entwickeln!“ Da wurden genug entwickelt, da gibt es Diplomarbeiten drüber und Frau Nickl hat da zig Entwürfe für, aber das muss bezahlt werden wenn es gebaut und betrieben werden soll.
Allerdings finde ich auch, dass es mehr Engagement großer Architekturbüros oder Bauträger für Afrika geben könnte. Wo ist die Verantwortung der GMPs und ECEs dieses Landes?
Mit ihrem Know-how und vor allem durch finanzielle Unterstützung von Unternehmen aus der Baubranche könnten viel mehr dieser Projekte umgesetzt werden!
Für die Menschen die sich eine medizinische Betreuung nicht leisten könnten. Kleine effektive Zentren für die Bedürfnisse vor Ort entwickeln!
Architekten, macht was!