Halbfertigteile als Statement
Wohnhaus in München von Neutard Schneider Architekten
Ein weit auskragendes Badezimmer, die kantigen Geschosse subtil von einander abgesetzt und eine graue Hülle aus glattem Beton, den kompakten Charakter der einzelnen Volumen noch verstärkend: Beim Einfamilienhaus B19 des jungen Büros Neutard Schneider Architekten aus München wirkt alles wie – im positiven Sinne – frei gestapelt. Das Haus am nördlichen Englischen Garten verfügt in bester Lage nicht nur über eine eigene Grünanlage, sondern auch über einen kleinen Pool.
Der erste Eindruck täuscht dabei nicht, denn das Haus besteht weitestgehend aus hellen Halbfertigteilen, deren industrielle Herkunft die Architekten nicht kaschieren – im Gegenteil, durch dunkle Fugen wird die modulare Konstruktionsweise noch betont. Im Innenraum wird dem grauen Beton dann helles Eichenholz entgegengesetzt, das in Form von Dielen, Fensterrahmen und Einbaumöbeln Verwendung findet. Der Beton bleibt jedoch besonders im Erdgeschoss präsent, wo im Wohnzimmer zum Beispiel eine Art Sideboard aus dem Material besteht. Auch bei der Gartengestaltung kam Beton zum Einsatz, was im Zusammenspiel mit raumhohen Fensteröffnungen die Schwelle zwischen innen und außen verwischen soll.
Die Raumorganisation folgt den im Einfamilienhausbau üblichen Konventionen. Im Erdgeschoss befinden sich die Wohnräume, im Obergeschoss wird geschlafen, und im Untergeschoss sind alle übrigen Nutzungen von der Sauna bis zum Gästezimmer untergebracht. Die innere Raumstruktur entspricht damit im Wesentlichen dem kompakten Außeren, für etwas Durchlässigkeit zwischen Erd- und Obergeschoss sorgen allerdings zwei Lufträume. Diese lassen einen brückenartigen Übergang zwischen den Kinderzimmern und den Räumen der Eltern entstehen. Spätestens, wenn die Kleinen ins Teenageralter kommen, kann etwas Abstand schließlich nicht schaden. (mg)
Fotos: Erik Dreyer
Es ist verdammt hart diese Qualität umzusetzen, das weiss jeder der es schon einmal versucht und geschafft hat oder auch scheiterte...
Los Ihr Nörgler, Besserwisser und selbsternannten Kritiker... zeigt her all Eure Bauvorhaben und versteckt Euch nicht immer hinter Kunstvoll geschmückten Namen.
Das wird auch durch Loriot nicht besser ... wenigstens passt dazu das falsche Tigerfell,..keiner erwartet dann,daß ein Tigerfell von einem Zebrafell unterschieden werden kann.
Irgendwie noch das Tetsuka House im Hinterkopf oder bezüglich Garten (mit oder ohne Roboter) was für Minimalismus übrig??
Früher war in der Tat mehr Lametta.
Trostlos??
Dann machen Sie mal die Augen auf und schauen sich die sogenannten Architektenhäuser mal kritisch an
vielleicht sollte BAUNETZ eine rubrik einrichten, in der sich die hier immer nörgelnden (nichts gegen konstruktive kritik), mit ihren eigenen entwürfen outen könnten. wäre interessant, ob diese gebäude ihren ansprüchen an andere entsprächen...
Die anderen lieber Bauernhaus.
Geschmäcker sind unterschiedlich.
Dennoch kann man auch einen sachlichen Diskurs führen - auch hier auf dem Baunetz.
Dieser Architektur scheint es gelungen zu sein, von den Bewohnern mit Leben gefüllt zu werden. Ist das nicht toll??