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08.12.2025

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Geschichtet in Pforzheim

Wohnensemble von Peter W. Schmidt + Assoziierte


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Ein neues Gebäudeensemble markiert den westlichen Eingang Pforzheims im Stadtteil Brötzingen. Zwischen Gewerbegebiet, Bundesstraße und Bahntrasse realisierte das ortsansässige Büro Peter W. Schmidt + Assoziierte das Holz-Hybrid-Hochhaus CARL mit zwei flankierenden Wohnriegeln.

Bauherrin des Projekts ist die Baugenossenschaft Arlinger, die sich zum Ziel setzt, bezahlbaren Mietwohnraum in der am Nordrand des Schwarzwalds gelegenen Gemeinde und deren Umland zu schaffen. Auf rund 14.700 Quadratmetern Bruttogrundfläche entstanden 73 Mietwohnungen. Ergänzt wird das Programm durch eine Kindertagesstätte und eine Bäckerei im Erdgeschoss.

Die Bebauung setzt sich aus drei Volumen zusammen: einem punktförmigen Hochhaus mit vierzehn Vollgeschossen sowie zwei Wohnscheiben mit vier beziehungsweise sechs Geschossen, die parallel zur Straße angeordnet sind. Das Hochhaus nimmt pro Stockwerk drei Wohnungen auf, die über einen innenliegenden Erschließungskern organisiert sind. Die Riegelbauten werden über Laubengänge erschlossen; ihre Aufenthaltsräume und privaten Balkone orientieren sich von der Bundesstraße weg, um die Lärmbelastung zu minimieren.

Die Fassaden des Ensembles sind durch regelmäßig gestapelte Geschosse geprägt, horizontal gegliedert durch umlaufende, klar ablesbare Deckenplatten. Bodentiefe französische Fenster konnten im Hochhaus durch die auskragenden Betonelemente realisiert werden, die den Brandschutz gewährleisten. 

Das Hochhaus wurde in Holz-Hybrid-Bauweise und als Energieeffizienzhaus nach KfW-Standard 55 EE umgesetzt. Große Teile des Holzes stammen aus dem nahegelegenen Pforzheimer Stadtwald. Treppenhaus, Tiefgarage, Erdgeschoss und umlaufende Betonkonstruktionen bestehen aus Stahlbeton, die Geschossdecken aus einem Holz-Beton-Verbund. Die Bauteile wurden auf einem Fertigungsplatz vorproduziert, wodurch der Rohbau mit durchschnittlich zwei Wochen pro Geschoss errichtet werden konnte. 

Bei den beiden Wohnriegeln entschied sich die Bauherrschaft für eine vollständig in Beton ausgeführte Konstruktion – aufgrund von Kostenentwicklungen und Lieferengpässen, wie es in der Projektbeschreibung heißt. (iok)

Fotos: HG Esch


Zum Thema:

Direkt gegenüber befindet sich der Kirchenbau von Bez + Kock Architekten (Stuttgart), ein skulpturaler, geschlossener Bau mit Hof und gestaffeltem Dach.


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Kommentare
...geben nicht die Meinung der Redaktion wieder, sondern ausschließlich die ihrer jeweiligen Verfasserinnen und Verfasser.

8

Sieben | 10.12.2025 12:03 Uhr

zu 5 / Extreme

Nach meiner Beobachtung gibt es im Leben und in der Architektur nicht nur die Extreme schwarz oder weiß, gereihte Langeweile oder Gehry. Wenn man etwas nicht gut findet, ist es einfach zu sagen, dass das extreme Gegenteil auch nicht gut ist.
Ich jedenfalls fühle mich beim Anblick gereihter Langeweile nicht wohl und fühle mich in einer etwas mehr gestalteten Umgebung wohler.

7

peter | 09.12.2025 21:35 Uhr

ein paradies...

...für roofer*innen, seiltanzende und freikletterer. ein paar mehr bilder, v.a. aus dem innenraum, wären auch schön gewesen. das eine, das man sieht, reißt einen nicht direkt vom hocker.

und eigentlich hätte der turm gut gereicht, die beiden flachbauten, die da auch noch stehen und irgendwie ein bisschen dieselben ideen wie das hochhaus nochmal auf andere weise verarbeiten, hätte man vielleicht besser durch eine wiese mit bäumen oder womöglich nutzergärten ersetzt. charta von athen - und fertig. wie damals in den 50ern. less is more.

6

Prof. Klaus Schäfer | 09.12.2025 17:06 Uhr

Alltägliches

Würfelhusten im Würfel husten: Dann in die Höhe zu gehen, gilt schon als Städtebau. Verschenkte Energie als Fortsetzung einer suburbanen Struktur. In der Bilanz leider eher Stadtabbau als Städtebau.

5

fjh | 09.12.2025 16:16 Uhr

@Sieben

Wie soll denn Ihrer Meinung nach Geschosswohnungsbau aussehen: jede Wohnung mit individuell angeordneten Fenstern, mal groß, mal klein, anthroposophisch schief, querformatig, die Vertikale betonend oder wie es gerade aus der Feder fließt? Das ist ja lustig! Mal von sinnvollen Konstruktionsprinzipien abgesehen, können ja nicht alle Häuser wie von Gehry (R.I.P) entworfen aussehen. Und bodentiefe Fenster möchte ich in meiner Wohnung nicht missen!

4

Sieben | 09.12.2025 10:07 Uhr

Gestaltung

Es ist jetzt mal genug mit diesen endlos gereihten und gestapelten, bodentiefen, französischen Fenstern. Gibt es noch andere Architektur in Deutschland?

3

... | 09.12.2025 09:55 Uhr

@Arcseyler

"Aber hier leben, nein danke."

2

auch ein | 09.12.2025 09:42 Uhr

philosoph

schön gemachte Häuser, sauber und präzise.
Aber wie gemein den Ganzen gebauten Brandüberschlagsschutz nicht als Balkon zu nutzen...

1

Arcseyler | 08.12.2025 17:37 Uhr

.de

Zwischen Bahn und Straße genehmigt sich Pforzheim die ergänzende Vertikale zu einem großartigen Ensemble und auch Landmark. Der Kreis schließt sich zur raumgreifenden Moderne.

 
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