Geschichtet in Pforzheim
Wohnensemble von Peter W. Schmidt + Assoziierte
Ein neues Gebäudeensemble markiert den westlichen Eingang Pforzheims im Stadtteil Brötzingen. Zwischen Gewerbegebiet, Bundesstraße und Bahntrasse realisierte das ortsansässige Büro Peter W. Schmidt + Assoziierte das Holz-Hybrid-Hochhaus CARL mit zwei flankierenden Wohnriegeln.
Bauherrin des Projekts ist die Baugenossenschaft Arlinger, die sich zum Ziel setzt, bezahlbaren Mietwohnraum in der am Nordrand des Schwarzwalds gelegenen Gemeinde und deren Umland zu schaffen. Auf rund 14.700 Quadratmetern Bruttogrundfläche entstanden 73 Mietwohnungen. Ergänzt wird das Programm durch eine Kindertagesstätte und eine Bäckerei im Erdgeschoss.
Die Bebauung setzt sich aus drei Volumen zusammen: einem punktförmigen Hochhaus mit vierzehn Vollgeschossen sowie zwei Wohnscheiben mit vier beziehungsweise sechs Geschossen, die parallel zur Straße angeordnet sind. Das Hochhaus nimmt pro Stockwerk drei Wohnungen auf, die über einen innenliegenden Erschließungskern organisiert sind. Die Riegelbauten werden über Laubengänge erschlossen; ihre Aufenthaltsräume und privaten Balkone orientieren sich von der Bundesstraße weg, um die Lärmbelastung zu minimieren.
Die Fassaden des Ensembles sind durch regelmäßig gestapelte Geschosse geprägt, horizontal gegliedert durch umlaufende, klar ablesbare Deckenplatten. Bodentiefe französische Fenster konnten im Hochhaus durch die auskragenden Betonelemente realisiert werden, die den Brandschutz gewährleisten.
Das Hochhaus wurde in Holz-Hybrid-Bauweise und als Energieeffizienzhaus nach KfW-Standard 55 EE umgesetzt. Große Teile des Holzes stammen aus dem nahegelegenen Pforzheimer Stadtwald. Treppenhaus, Tiefgarage, Erdgeschoss und umlaufende Betonkonstruktionen bestehen aus Stahlbeton, die Geschossdecken aus einem Holz-Beton-Verbund. Die Bauteile wurden auf einem Fertigungsplatz vorproduziert, wodurch der Rohbau mit durchschnittlich zwei Wochen pro Geschoss errichtet werden konnte.
Bei den beiden Wohnriegeln entschied sich die Bauherrschaft für eine vollständig in Beton ausgeführte Konstruktion – aufgrund von Kostenentwicklungen und Lieferengpässen, wie es in der Projektbeschreibung heißt. (iok)
Fotos: HG Esch
- Architektur:
- Peter W. Schmidt Architekten
- Projektleitung:
- Sandra Pauser
- Bauherrschaft:
- Baugenossenschaft Arlinger eG
- Fertigstellung:
- 2025
- Bruttogrundfläche:
- 14.700
- Statik:
- Bollinger + Grohmann, merz kley partner GmbH
- Fassadenplanung:
- Priedemann Fassadenberatung GmbH
- Brandschutz:
- Dehne, Kruse Brandschutzingenieure GmbH & Co. KG
- Generalunternehmer:
- Ed. Züblin AG, Direktion Karlsruhe
- Holzbau:
- Züblin Timber GmbH
- HLS / Bauphysik:
- EGS-plan Ingenieurgesellschaft
- Fläche:
- 14.700 m² BGF
Direkt gegenüber befindet sich der Kirchenbau von Bez + Kock Architekten (Stuttgart), ein skulpturaler, geschlossener Bau mit Hof und gestaffeltem Dach.
Ich jedenfalls fühle mich beim Anblick gereihter Langeweile nicht wohl und fühle mich in einer etwas mehr gestalteten Umgebung wohler.
und eigentlich hätte der turm gut gereicht, die beiden flachbauten, die da auch noch stehen und irgendwie ein bisschen dieselben ideen wie das hochhaus nochmal auf andere weise verarbeiten, hätte man vielleicht besser durch eine wiese mit bäumen oder womöglich nutzergärten ersetzt. charta von athen - und fertig. wie damals in den 50ern. less is more.