Haufenwolke
Wissenschaftszentrum von J. Mayer H. in Dänemark fertig
Ende Mai 2007 wurden zwei Erweiterungsbauten im Wissenschaftspark „Danfoss Universe“ in Nordborg, Dänemark, eröffnet. Der Entwurf für die Gebäude stammt vom Berliner Architekten J. Mayer H. (BauNetz-Meldung zur Planvorstellung).
Die beiden Riegel ergänzen den fünfeinhalb Hektar großen Park um einen „Curiositiy Center” als Ausstellungshalle sowie um eine Cafeteria. Kindern und Jugendlichen werden mit der Ausstellung „Bitland“ Themen digitaler Technologien auf spielerische Weise erklärt. Die insgesamt 1.100 Qadratmeter großen Bauten schieben sich aus der Landschaft nach oben und sollen so den Erlebnischarakter und den Eindruck einer „Entdeckungslandschaft“ des Parks verstärken.
Die mit zeltähnlichen Dächern ungewöhnlich geformten Gebäude haben schon verschiedene Assziationen hervorgerufen: „Cumulus“, also die klassische Quellwolke, ist der offizielle Titel, gelegentlich wurden sie jedoch auch schon mit angebissenen Äpfeln verglichen (BauNetz-Meldung zum Richtfest). Die Baukosten werden mit umgerechnet vier Millionen Euro angegeben.
J. Mayer H. ist auch aktueller Interviewpartner unseres Formats „Apple Talk – Im Gespräch“, das BauNetz zusammen mit Apple Computer ins Leben gerufen hat. Hier zeigen wir regelmäßig die Köpfe hinter den Entwürfen.
Genau wie bei dem Ding in Karlsruhe und dem Ding in Hamburg: 3, 2, 1, fertig! Fix wie nix! Kaum als Wettbewerb publiziert und schon gebaut! Mach Sachen! Genauso schnell werden die Schaeden kommen - wie in Karlsruhe. Aechz, schwind, kracks.
Erinnere mich an dieses Bild im BauNetz-Bueroprofil, in dem der Urheber dieser Dinger vor einer Tapete voll dieser - und anderer - Dinger steht und - laechelt (statt zu weinen).
So wird das nichts mit dem Pritzkerpreis (s. Kommentar weiter unten)! Architektur ist eben mehr als nur "Ding".
Ein tief enttaeuschter Ex-Fan.
P.S.: Wozu noch den Innenraum sehen? Erwartet jemand eine Ueberraschung? Wuerde mich doch schwer wundern. Aber ja, vielleicht. Also dann doch bitte ein Foto nachreichen, liebe Redaktion!
Oder ist dies der etwas abseits geratene Beitrag JMH's zur Dokumenta?
Ansonsten ist es nicht möglich, das Gebäude zu beurteilen, denn das BauNetz spart - wie des öfteren - mit aussagekräftigen Darstellungen!
Über den Architekten kann man sich nur freuen, dass es ein junges deutsches Büro einzigartige Architekturen realisiert ist schon 30 Jahre her. Deutschland wird im Ausland doch eher mit Ausführungsqualität und Ingenieurkunst verbunden. Dieser deutsche Architektur Export ist das beste Marketing was wir haben können!
Das Konzept Subtraktion vs. Blob scheint mir gelungen und lesbar aber die Ausführungsqualität kann man leider nicht richtig beurteilen, scheint aber auch o.k.
Leute, vom Büro Jürgen Mayer H kann man noch einiges erwarten, da sitzen Architekten die Architektur, (meiner Meinung nach!) verstanden haben, Konzept, Idee und dann sehen wie man diese welche vermittelt und ausführt... "und der pritzker preis geht.... nach b......"
Der Rest ist geschmackssache, mir ein wenig zu käsig,