Dom/Römer-Bebauung
Wettbewerbsausstellung in Frankfurt
Es ist wohl eine der heißesten Diskussionen in unseren Meldungskommentaren, die sich zum Entscheid des Wettbewerbs „DomRömer Bebauung“ entfacht hat (siehe BauNetz-Meldung vom 24. März 2011). Heute kündigt die DomRömer GmbH eine Ausstellung der Wettbewerbsergebnisse zur Neubebauung des DomRömer-Areals in der Frankfurter Paulskirche an. „Interessierte Bürgerinnen und Bürger haben Gelegenheit, sich ein Bild der „neuen“ Frankfurter Altstadt zu machen“, heißt es in der Pressemitteilung.
Zu sehen sind alle 49 Gewinner-Modelle für die Neubauten – Die Jury unter Vorsitz von Christoph Mäckler vergab insgesamt 24 erste und zwölf zweite Preise sowie 13 Anerkennungen.
Ausstellung: 14. April bis 20. Juni 2011,täglich von 10 Uhr bis 17 Uhr
Ort: Paulskirche, Paulsplatz 9, 60311 Frankfurt am Main
und fühle mich in all meinen statements -einschliesslich des achso polemischen plumpsklos- bestätigt!
danke frau weissmüller!
Lernt man an der Uni auch, dass man sich nicht selber reflektieren und festgefahrene Denk- und Verhaltensmuster nicht modifizieren bzw. revidieren darf?
Diese Kommentar disqualifiziert sich selbst und zeugt von wirklich mangelndem Verständnis, wie ein Architekturstudium und der Architektenalltag aussehen. Meine Bauherren haben und hatten zwar bisher alle kein Interesse an kopflastigen Theorien und ich habe sie auch damit nicht behelligt, aber dennoch kommt nun mal keine akademische Disziplin ohne sie aus. Kultureller Fortschritt ist ohne theoretisches Fundament und Reflektion nicht möglich, führt in eine Sackgasse und zur Ver(bl)ödung. Dieser ständige Sermon von wegen hier die bösen kopflastigen ("psychisch kranken") Architektur"theoretiker", die die Bodenhaftung und den Bezug zu DEM gesunden Menschen verloren haben - dort die armen übervorteilten und unterdrückten Bürger und Bauherren, die in Wirklichkeit nur "schöne Häuser" haben wollen, ist außerdem ein populistischer Mythos der jeder Grundlage entbehrt. (Wer bezahlt, bestimmt die Musik!)
"Architektur ist mehr, als gerade an den meisten Universitäten unterrichtet wird." Mag sein - das liegt in der Natur der Sache; was in einem Lehrkrankenhaus passiert ist übrigens auch nicht das wahre Leben - aber eben auch nicht alles was in unseren Städten baulich entsteht ist es auch gleich wert, Architektur genannt zu werden. (Billige Akademikerschelte kommt scheinbar immer wieder gut an.) Aber ich gebe Simon recht: Alles hier längst ausführlich ergebnislos und einsichtslos diskutiert. Vorhersagen sind bekanntlich besonders schwierig, wenn sie die Zukunft betreffen. In diesem Sinne halte ich mich an das, was ich in meiner Uni gelernt habe und baue weiterhin für meine Bauherren gute Gebäude..:-D
Gerade die rege Diskussion zeigt doch an, dass es sich hier keineswegs um Irrelevantes handelt. Sondern um Brandheisses!
Ob das Resultat genau das richtige ist, sei dahingestellt- aber mit bloßen, konzeptlastigen Theorie-Gebäuden wird man in Zukunft einfach nicht weiter machen können. Architektur ist mehr, als gerade an den meisten Universitäten unterrichtet wird. Und anscheinend auch mher, als du bisher verstanden hast.
wieso eine weiterediskussion?
ein stück piefige rekonstruktion ohne idee. diskurse über stilfragen sind nicht nur langweilig sondern auch irrelavant.
wenn hier inhaltliche fragen verhandelt würden, dann ok.
aber es ist und bleibt ein unspirierter wettbewerb mit schlechtem masterplan und hanebüchenen fassadendesigns.
und herr mäckler redet über über nachhaltigkeit beim bauen? ihm ist bislang nur eine einzige these eingefallen, die er bei jeder sich ihm bietenden gelegenheit breit tritt.
und dann wieder das ewige gejammer vom verlorengehen der identität der städte!
habt ihr die letzten 60 jahre hinterm mond gelebt und die mittlerweile passierte baugeschichte verpennt?