Spleen und Formgebung
Wettbewerb für IBA-See entschieden
Wohnen auf dem Wasser ist en vogue – ob als eremitischer Rückzugsort, ungewöhnlicher Baugrund oder einfach nur als Raum abseits von urbanem Überdruss. Vor einer Woche wurde der Realisierungswettbewerb „Mobile Schwimmende Architektur“ der IBA See, einem Projekt der IBA Fürst-Pückler-Land, entschieden.
Im Lausitzer Seenland im südlichen Brandenburg befand sich einst ein bedeutendes Energiezentrum der DDR. Aus den entstandenen Tagebaurestlöchern soll nun die größte künstliche Seenlandschaft Europas mit ca. 14.000 ha Wasserfläche entstehen. Das Herz des Lausitzer Seenlandes mit zehn Seen, die über dreizehn schiffbare Kanäle miteinander verbunden werden, ist die Lausitzer Seenkette mit ca. 7.000 ha Wasserfläche. Um auch den Aufenthalt auf den Seen individuell gestalten zu können, um Tourismus, aber auch das Wohnen möglich zu machen, sollten flexible, mobile schwimmende Architekturformen entwickelt werden.
„Das Wohnen auf und an dem Wasser ermöglicht es, einen neuen Lebensstil zum Ausdruck zu bringen, bei dem sich die eigene Umwelt mit individuellen und kreativen Wohn- und Lebenswünschen innovativ gestalten lässt. Das Wasserwohnen hat den Vorteil eines eigenen Konzepts, der große Freiräume für ‚Spleen‘ und experimentelle Formgebung sucht.“ So freigeistig und offenherzig wie in den Wettbewerbsunterlagen gewünscht, sehen die prämierten Arbeiten auch aus. Die sechs Preisträger des europaweiten Wettbewerbs kommen aus Amsterdam, Zürich, Berlin und München und werden mit je 3.500 Euro Preisgeld prämiert. Eine Arbeit wurde für 2.500 Euro eingekauft:
- Solar+: Karolina Gawryszewska, München
- The last resort: Rafaa, Architekt Dipl.- Ing Rafael Schmidt, Zürich
- Kokon: Gernot Nalbach, Berlin
- Welcome to Lusatia: J.C. van Noort, Amsterdam
- Framing Seascape: Kern u. Repper Architektenpartnerschaft BLAUWERK, München
- Coalibri: MIR architecten, Amsterdam
- Hubmodul: Eduard Langner, Walzbachtal (Ankauf)
Ich habe auch teilgenommen, mich, wie ich meine, durchaus um Realisierbarkeit und Realitätsnähe bemüht. Dennoch - muss man ja schon sagen - habe ich es bis in die engere Wahl geschafft.
Und dann die Ergebnisse, die prämierten Arbeiten.
Man könnte ja verstehen, wenn der ein oder andere der Preisträger wegen Lustigkeit, Originalität, querdenken, was auch immer, auch einen Preis bekommt. Ankauf von Ideen.
Das aber keiner der Preisträger die geforderten 6 Personen einigermaßen menschenwürdig unterbringt - da wird man schon ein wenig frustriert. Warum hat man dann an derlei Gedanken überhaupt so viel Zeit verschwendet?
Immerhin, tröste ich mich, ich habe es aus 150 Teilnehmern in die engere Wahl geschafft. Toll, 12. Platz, Achtungserfolg, für´s Ego.
Hilft einem das? Nein.
Was obendrein nervt, ist, das es bei anderen Wettbewerben nicht viel besser ist.
Da lässt man schon mal gerne die Architekten selbst das Raum- und Flächenprogramm entwickeln. Wer zu viel hat fliegt raus.
Bei einem Wettbewerb für einen Museumsumbau, Baukosten ca. 4,5 Mio. eur, geben 300 (in Worten dreihundert!) Architekten in der ersten Phase (entspricht etwa lph2-3) eine Arbeit ab. Man bewerte mal jeden Beitrag mit 10.000,--eur volswirtschaftlichem Kapital - und rechne...
Wäre ich doch was anderes geworden. Handwerker, Fahrradrahmenbauer, oder so...
Bye
Luca Floreanini
Via Mercato Vecchio, 21/d
31031 Caerano di San Marco (TV) Italy
www.lucafloreanini.it
da das Protokoll vom Preisgericht noch immer nicht an uns versandt wurde, haben wir immer noch die Möglichkeit Einspruch gegen zu erheben. Je mehr Leute dies tun, desto mehr wächst der Druck auf die Auslober/die Kammer zu reagieren. Der Einspruch muss an den Auslober gehen, nicht an die Kammer.
"Internationale Bauausstellung (IBA)
Fürst-Pückler-Land
Seestraße 84-86
01983 Großräschen"
http://blenderartists.org/forum/showthread.php?t=138936
Grüße
Thirdsense
We think and approving everything is already wrote from the other persons about rewarded plans.
Like Italians we know that things like this can happen in Italy , but we were sure that this could not happen in a country like Germany!Also for this reason we choose this contest.
We spent alot of time to develop this project and to solve contest demands, sure that our efforts would have been rewarded and well considered.
We were curious to see how the other participants from all the Europe Comunity had resolved all demands requested, and ready to make our congratulations to brilliant & smart ideas, but........where are gone initials demands? Maybe we dowloaded from Iba-see web site the contest rules of the another contest?? In this case, please sorry for our mistake.
Luca Floreanini
Via Mercato Vecchio, 21/d
31031 Caerano di San MArco (TV) Italy
www.lucafloreanini.it