Klimafreundlich shoppen
Mall in Hannover fertig
Der USA-Tourist kennt es zu Genüge: Draußen schwitzen, drinnen frieren, so war und ist das in der klassischen amerikanischen Shopping Mall. Shoppen, bis der Arzt kommt.
Auch in Deutschland wurde das Klimasünden-Modell seit den Neunzigern fleißig kopiert. Ab heute gibt es allerdings einen Sünder weniger: In Hannover wurde jetzt die Ernst-August-Galerie (BauNetz-Meldung vom 23. Juni 2005) mit 30.000 Quadratmetern Verkaufsfläche eröffnet. Das Center, geplant durch die Architekten Jost Hering und Gisela Simon von der ECE Projektmanagement, wird als erstes Einkaufszentrum in Deutschland mit dem LEED-Zertifikat (Leadership in Energy and Environmental Design) ausgezeichnet. Der Grund: Durch natürliche Be- und Entlüftung wird auf die typische elektrische Kühlung verzichtet.
80 Millionen teurer als geplant, wurde das dreigeschossige Einkaufszentrum nahe des Hauptbahnhofes nach 22 Monaten Bauzeit fertig. Die dreigeschossigen Ladenstraßen sind in Form eines Dreiecks angeordnet und münden in zwei ovale Lichthöfe sowie ein 28 Meter hohes Atrium mit Glasdach. Die Gestaltung der Außenfassade stammt von dem Büro Venneberg und Zech aus Hannover, das sich 2004 in einem Fassadenwettbewerb durchsetzte.
Zwei Hauptmotive liegen der Fassadenplanung zugrunde: Ein sogenannter Kopfbau aus Naturstein mit großzügig verglasten Flächen bildet die Hauptfassade zum Ernst-August-Platz. An den Außenwänden dominiert eine Lamellenfassade, die die Verkaufsgeschosse mit den oberen Parkgeschossen gestalterisch verbindet. Beim gesamten Bau der Ernst-August-Galerie wurden vor allem einheimische Materialien wie z.B. Juramarmor verwendet. Ab kommenden Frühling soll zudem auf dem Dach eine 250 Kilowatt-Photovoltaikanlage installiert werden.
Hamburg bleibt Hamburg, die Hafencity wird dreimal abgerissen und neu gebaut werden. Unsere Architekten sind heute überwiegend nur noch egomane Spinner und intelektuell verblendete Künstler, die nur noch sich (von der Stadt, oder Gesellschaft ganz zu schweigen) selbst im Kopf haben.
also laßt uns gemeinsam mit diesem argument den bauherren, die es nicht besser verdient haben das geld aus der tasche ziehen, aber untereinanander können wir doch offen reden.
ja, klar, das hätte besser aussehen können, aber das zählt in dieser meldung nicht an erster stelle.
ECE, das in zukunft noch einige geschundene altstädte mit klimaschleudern beehren wird, unternimmt den versuch seine co2-emissionen zu drosseln.
ganz egal wie viel davon pr-gelaber ist, der versuch ist wirklich begrüssenswert.
ich lebe in australien. für euch deutsche mag das eventuell schon langsam normal ein, mich haut es aus den latschen. von hier aus gesehen gleicht das fast einer revolution.
glückwunsch!