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22.12.2021

Neue Köpfe und Initiativen

Wer und was 2022 prägen wird


Von überall sind sie zu hören, die Rufe nach radikalem Wandel und nach einem Neuanfang, um die notwendigen Klimaziele zu erreichen. Auch wenn die aktuellen Maßnahmen zurecht vielen nicht schnell und nicht weit genug gehen, wurden im vergangenen Jahr wichtige Weichen gestellt. 2021 war nicht nur ein Superwahljahr in Deutschland, sondern auch ein Jahr der Gründungsinitiativen und Neubesetzungen wichtiger bau-, kultur- und berufspolitischer Posten. Erst im kommenden Jahr wird die Tragweite der Personalentscheidungen deutlich werden.

Eine gute Nachricht: Das Planen und Bauen wird 2022 etwas weiblicher und auch diverser geprägt sein. Zumindest verrät das der Blick auf unsere in den letzten zwölf Monaten veröffentlichten, rund 1.250 Beiträge. Im März berichteten wir über die europäische Baustelle Chancengleichheit und im Sommer vom „Women in Architecture Festival“ in Berlin, das die Rolle der Frauen für die Architektur eindrucksvoll herausstellte. Es folgten außerdem einige wichtige, mit Frauen neu besetzte Posten. Die Potsdamerin Klara Geywitz zum Beispiel leitet das gerade erst formierte Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Die Landschaftsarchitektin Andrea Gebhard wurde zur Präsidentin der Bundesarchitektenkammer (BAK) gewählt. Und Lesley Lokko wird als erste Frau mit afrikanischen Wurzeln die nächste Architekturbiennale in Venedig kuratieren.

Auch die neu ins Leben gerufenen Initiativen und Bündnisse werden 2022 Einfluss nehmen. Wir beobachten die Umsetzung des erfolgreichen Berliner Volksentscheids „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ ebenso wie die Europäische Renovierungswelle im Rahmen des Green Deal der EU. Wir erwarten die Realisierung der prämierten Projekte des Neuen Europäischen Bauhauses und die Pläne von Gründungsdirektor Guido Spars für die Bundesstiftung Bauakademie.

Wir verfolgen das Aktionsbündnis zur Sanierungsoffensive, mit dem die Deutsche Umwelthilfe, die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) und die BAK die Bundesregierung auffordern, eine Millionen Gebäude pro Jahr klimaneutral zu sanieren. Wir begleiten den von Architects for Future und BDA unterstützten Zusammenschluss nachhaltiger Bau-Start-ups, die unter dem Namen „NOW – Bauwende Jetzt!“ ein sofortiges Umsteuern der Wohnungs- und Baupolitik fordert. Und nicht zuletzt werden wir das von der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL) initiierte Bündnis Bodenwende im Blick behalten, das für eine gemeinwohlorientierte Bodenpolitik auf Grundlage der „Neuen Leipzig Charta“ eintritt.

Wir werden Sie, liebe Leserinnen und Leser, auch im kommenden Jahr gut informieren und Anregungen zur Diskussion bieten. In der aktuellen Umfrage mit Verlosung können Sie uns außerdem Ihre Meinung zu unserem Newsletter mitteilen. Mischen Sie sich konstruktiv ein, stimmen Sie ab, seien Sie Teil des Wandels. Überlassen Sie das nicht den anderen. Auf Ihre Stimme und Ihren Beitrag wird es 2022 ankommen.

Friederike Meyer im Namen der gesamten BauNetz-Redaktion

Bild: Projekt „Erden Pure Wände“, via Holcim Award / Europäische Union, Foto von Hanno Mackowitz



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