Transparenz am Starnberger See
Villa von Beer Bembé Dellinger Architekten
Zierte früher ein Porsche gerne die Fotos gehobener Wohnhäuser, ist es heute offenbar eine Limousine der Marke Tesla. Jedenfalls kann man eine solche in der Garage der neuen Villa von Beer Bembé Dellinger Architekten (Greifenberg/München) am Starnberger See finden. Bereits das Raumprogramm verweist auf die besondere Ausstattung dieses Neubaus: Neben den üblichen Wohnräumen besitzt das Haus M5/2 eine Tiefgarage und ein eigenes Gästehaus.
Oberirdisch sind Wohn- und Gästehaus voneinander durch eine Terrasse getrennt. Das halb eingegrabene Gartengeschoss darunter ist jedoch durchgehend, sodass das Gebäude einen zusammenhängenden Riegel ausbildet. Im Gartengeschoss liegen die Schlaf-, Arbeits- und Kinderzimmer des Haupthauses, der Wohnbereich und die Küche befinden sich im oberen Geschoss. Während im Wohnhaus die privaten Räume zurückgezogener im unteren Geschoss zum Garten angeordnet wurden, grenzt das Schlafzimmer des Gästehauses direkt an die gemeinsame Terrasse. Küche und Bad sind hier am Ende des langgezogenen Grundrisses zu finden. Unterirdisch sind die beiden Teile des Hauses durch die mittige, organisch geformte Tiefgarage und einen langen Erschließungsgang verbunden.
Die außenliegende, tragende Betonstruktur fasst das Gebäude in einem gleichmäßigen Raster und als durchgängiger Rahmen ein. Die Dämmung wurde entsprechend nach innen verlegt, die Wandverkleidung in heimischem Eichenholz ausgeführt. Sie zeichnet die außenliegende Struktur dezent nach.
Die enge Beziehung des Wohnhauses zum Garten, in dem es einen schönen alten Baumbestand und Blickbeziehungen zum Starnberger See gibt, war den Architekten ein besonderes Anliegen, weshalb sie sich für eine exponierte Grundrissgestaltung mit umlaufender Glasfassade entschieden. Die Außenwände des Gartengeschosses sind jedoch nach innen versetzt, sodass hier eine Art Umgang entsteht, durch den dieses Geschoss geschützter und intimer wirkt. Der Bau wurde kürzlich mit dem Wessobrunner Architekturpreis 2018 ausgezeichnet, der Projekte aus dem Bezirk Oberbayern prämiert. (kh)
Fotos: Stefan Müller-Naumann
Ganz besonders hat mir der Zugang zum Elternschlafzimmer durch das Bad und dann durch das WC gefallen. Da macht es auch Sinn, dass sich das Elternschlafzimmer aus der Erde heraushebt und sich die Kinderzimmer in den Hang hineingraben, wer benutzt denn tagsüber sein Zimmer mehr? Und ist der Gast auch noch so schlecht, er bekommt sein Recht, denn er kann wenigstens überall rum erzählen, wie toll der Aufenthalt und wie schön der Hobel auf dem Sockel inszeniert war!
Gebt den Kindern das Tiefparterre Sie berechnen nicht, den Tageslichtwert Der Kartoffelkeller gehört in Kinderhände Dem Trübsinn kein Ende Sie werden in Grund und Boden gebatscht Kinder in den Matsch ...
Vor allem, wenn es um ein derart monströses Bauprojekt geht. Will sagen: Vor... äh... den Naturgesetzen sind halt alle Menschen gleich, und das ist doch gut so.
(Der gemeine Pöbel der zu viert auf 70qm haust darf sich derweil wegen 12 Jahre alter Dieselkarre und Lidl-Wurst den Schwarzen Peter geben lassen, weil er die Welt kaputt macht.)