Wie weiter mit der Bauwende?
Transformationsbarometer Bauwirtschaft veröffentlicht
Wie die Bauwirtschaft auf dem Weg zu ressourcenschonendem und emissionsarmem Planen und Bauen in Deutschland vorankommt, hat die Bundesstiftung Bauakademie in Gesprächen mit Mitgliedern von Verbänden und Kammern in einer groß angelegten Bestandsaufnahme untersucht. Die Fragen konzentrierten sich auf fünf Themenbereiche: Bestandserhalt und Neubau, Reduktion von CO2-Emissionen, Ressourcenschutz und Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung und KI sowie Kompetenzen und Fachkräfte. 4.515 Unternehmen der deutschen Bauwirtschaft gaben Rückmeldung. Diese flossen ein in das nun vorliegende Transformationsbarometer Bauwirtschaft 2025/26.
Da geht es zum Beispiel um die Frage, was die Unternehmen derzeit noch daran hindert, ressourcenschonendere Produkte zu entwickeln. Oder wie häufig wiederverwendete Baustoffe und Bauteile eingebaut werden. Thema war auch, zu welchen Zwecken KI eingesetzt wird und wo Qualifizierungsbedarf besteht. In den vorgeschlagenen Maßnahmen fallen Begriffe wie CO2-Schattenpreis, Bauteilkataster und Abfallstatus.
Das Dokument macht deutlich, dass sich an den Schnittstellen entscheidet, wie schnell die Transformation gelingt. Dass sich alle Beteiligten in Planung und Ausführung, die Baustoffindustrie und Bauwirtschaft, Auftraggebende und Unternehmen, Politik und Praxis zusammen setzen müssen. Anfang der Woche haben sie das in Berlin erstmals öffentlich getan.
Im Roten Saal am Schinkelplatz in Berlin diskutierten Wiebke Ahues für die Bundesarchitektenkammer, Matthias Frederichs vom Bundesverband Baustoffe – Steine und Erden, Norbert Gebbeken für die Bundesingenieurkammer, Tim-Oliver Müller vom Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, Felix Pakleppa vom Zentralverband Deutsches Baugewerbe, Karl-Sebastian Schulte vom Zentralverband des Deutschen Handwerks und der Parlamentarische Staatssekretär im BMWSB Sören Bartol, was alle gemeinsam tun können.
Das Transformationsbarometer soll zu einem Instrument werden, das Herausforderungen sichtbar macht und hilft, konkrete Umsetzungsschritte abzuleiten, heißt es von der Bundesstiftung Bauakademie. Im Herbst will sie mit den beteiligten Verbänden die nächsten Schritte erarbeiten und den zweiten Durchgang des Barometers im Jahr 2027 vorbereiten. (fm)




