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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Stadtteilzentrum_in_Nordfrankreich_4534263.html

22.09.2015

Neue Riegel

Stadtteilzentrum in Nordfrankreich


Abreißen, neu bauen! Im nordfranzösischen Creil, einer Kleinstadt von rund 34.000 Einwohnern, haben NOMADE Architectes (Paris) ein abgerissenes Wohnviertelzentrum durch zwei Neubauten ersetzt. Das Centre Social G. Brassens und das Centre Commercial Duant sind der Auftakt zu einer Reihe von Stadterneuerungsprojekten in einem von 60er-Jahre-Wohnriegeln und -türmen dominierten Umfeld.

Ziel der architektonischen und auch landschaftsplanerischen Qualifizierung des Geländes war es, die städtische Funktion des Areals jenseits der Wohnnutzung zu diversifizieren und den Ort so zu öffnen und für kommerzielle Nutzungen attraktiver zu gestalten, erklären die Architekten.

Um die voneinander unabhängigen Nutzungen zu demonstrieren, besteht das Projekt aus zwei sich ergänzenden Baukörpern mit gleicher Architektursprache. Beide auf L-förmigem Grundriss erbaut, sind sie durch einen Gang voneinander getrennt und bilden gemeinsam eine flache riegelartige Bebauung mit starker Fassade aus.

Die äußere Materialität ist von brettergeschaltem Sichtbeton mit milchig weißem Anstrich und in eloxierte Aluminiumrahmen gefassten Fenstern geprägt. Sich abwechselnde transparente und matte Scheiben sowie perforierte Aluminiumpaneele bestimmen den Rhythmus der Fassade.

Das Einzelhandelszentrum beherbergt insgesamt sechs kleinere Einheiten mit Flächen von 50 bis 80 Quadratmetern für Post oder Metzgerei, sowie eine größere Geschäftseinheit von 193 Quadratmetern Fläche. Leider zeigen die Fotos die neue Ladenzeile nicht im belebten Zustand. Die geschlossenen Aluminium-Rolläden außerhalb der Betriebszeiten lassen die Schaufenster wie geschlossene Garagentore erscheinen. Das Gemeindezentrum fasst verschiedene Funktionen von Kinderhort bis zum Multifunktionssaal mit angeschlossener Schauküche zusammen, diese orientiert sich hin zum Schulgarten, der im rückwärtigen Bereich des Gebäudes angelegt ist.

Das drei Millionen Euro teure Projekt mit einer Nutzfläche von 1.100 Quadratmetern soll zur Identitätsschärfung des Stadtteils beitragen. (lr)

Fotos: Mathieu Ducros


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