Matroschkas Zuhause
Sommerhaus im dänischen Vejle von CEBRA
Eine eiförmige Puppe, bunt bemalt und in der Mitte zusammengesteckt. Dreht man die Hälften auseinander, kommt eine zweite Puppe zum Vorschein, – teilt man diese, steckt eine weitere im hohlen Inneren. Und noch eine. Und noch eine. Sechs bis sieben Mal lässt sich so eine Matroschka im Regelfall öffnen. Nach dem Vorbild dieses bekannten, russischen Souvenirs und Spielzeugs haben CEBRA (Aarhus) im letzten Jahr ein Sommerhaus im dänischen Vejle konzipiert.
Dabei scheint es sich auf den ersten Blick um ein typisches Einfamilienhaus zu handeln: geneigtes Dach, Giebel mit Blick Richtung Fjord, Terrasse unterm Vordach. Erst auf den zweiten Blick offenbart sich die Haus-in-Haus-Konzeption. Ein kleineres Haus mit großer, umlaufender Terrasse, das von einem überdimensionalen Dach umschlossen wird. Wie ein gut gehüteter Schatz liegt der Wohnbereich umgeben von dem so wettergeschützten Übergangsbereich.
130 Quadratmeter umfasst das Treldehuset. Die Gemeinschaftsräume staffeln sich von Küche zu Essbereich. Das Wohnzimmer liegt im Westen, mit Zugang zum breitesten Teil des mit Holz ausgekleideten Außenbereichs. Die kleineren Räume – Badezimmer, Hauswirtschaftsraum und Gästezimmer – liegen im Osten. Das Schlafzimmer mit Aussicht auf den Vejle Fjord kann zum Wohnzimmer hin geöffnet werden.
Die privaten Bauherren haben sich für ihren Traum vom Sommerhaus übrigens ganz bewusst für die dänischen Architekten entschieden. In Aarhus leben sie bereits in einem CEBRA-Entwurf: Im preisgekrönten Wohnhaus, das an einen Eisberg erinnern soll. Doch zurück nach Vejle, wo das Gegenteil dieses kalten Leitbildes entstanden ist. Umhüllt von einer Schale aus dunklem Schiefer wohnt man hier in einem Nest aus Lärchenholz. An warmen Sommertagen können die großen Glasschiebetüren geöffnet und zur Seite geschoben und immer mehr Räume aus dem Inneren nach außen gezaubert werden. Wie bei einer architektonischen Matroschka. (kat)
Fotos: Mikkel Frost/CEBRA
ohne das klimas, den bedarf, den ort oder die angestrebte Nutzung zu kennen, qualifizieren hier kollegen einen entwurf mit eigenen, unausgegorenen kriterien ab. Das zeigt unseren stand der architekturdiskussion mehr als unangenehm und undifferenziert diese moralisierende auseinandersetzung
Meine Kritik an dem Haus wäre eher der Nutzen der räumlich spannenden Außenräume. Die sind in Dänemark aufgrund der Witterung wohl nur eine seeehr begrenzte Zeit im Jahr zu gebrauchen. PS: Gibt es einen Grund, dass es keinen Grundriss gibt?
alle welt redet von nachhaltigkeit, aber solche bauorhaben sind einfach nur pure verschwendung. unökonomisch, unöklogisch, protzig. das matrjoschka-prinzip scheint etwas an den haaren herbeigezogen, aber sei's drum. fazit: verschwenderisch, wenn auch schön.
um nur son sofa aufn perser ins dänische.