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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Skandinavier_gewinnen_Wettbewerb_fuer_Vilnius_842844.html

28.10.2009

Konstitucijos Avenue

Skandinavier gewinnen Wettbewerb für Vilnius


Wir dachten ja immer, „skandinavisch“ sei schon ein Sammelbegriff. Heute werden wir eines Besseren belehrt: Eine „cross-skandinavische“ Kooperation hat den Wettbewerb für einen Mischnutzungskomplex im litauischen Vilnius gewonnen. Das binationale Team aus den dänischen Architekten Schmidt Hammer Lassen und den Norwegern Lund+Slatto konnte sich gegen die internationale Konkurrenz des geladenen Verfahrens durchsetzen, wie die Architekten am 28. Oktober 2009 bekannt gaben.

Das Ensemble an der Konstitucijos Avenue 21 im nördlichen Bezirk Snipiskes soll rund 52.000 Quadratmeter groß werden und nach den Plänen der Wettbewerbssieger aus drei großen Baukörpern gebildet werden. Als Nutzungen sind neben Büros und Einzelhandel auch Wohnungen, Konferenzräume, ein Fitnessstudio sowie ein Hotel vorgesehen. Die Gebäude begrenzen dabei einen zentralen Platz, ihre Geometrie besteht jeweils aus einem flacheren Körper, auf den – teilweise leicht versetzt bzw. auskragend – ein Hochhaus gesetzt wurde. Dadurch konnten die in der Stadt vorhandenen vier Höhenzonen berücksichtigt werden. Gleichzeitig ermöglicht die Anordnung unterschiedliche Passagen, Galerien und Durchgänge. Das Konzept ist zudem so angelegt, dass die einzelnen Volumen einzelnen Bauabschnitten entsprechen und – städtebaulich – auch einzeln funktionieren können. Im höchsten Turm des Ensembles im Nordosten sollen Büros einziehen, das nordwestlich gelegene Gebäude soll Wohnungen und Büros aufnehmen, während das Hotel in dem an der Konstitucjos gelegenen Baukörper untergebracht werden soll. Für Läden und andere halböffentliche Nutzungen sind die erdgeschossnahen Etagen vorgesehen.

Neben städtebaulichen Kriterien erfolgte die Ausrichtung der Volumen bzw. der Fassaden auch nach thermischen Gesichtspunkten, zudem sind Gründächer und eine Brauchwassernutzung geplant.

Schmidt Hammer Lassen expandieren bereits seit einigen Jahren erfolgreich in Richtung Baltikum. So konnten sie im Jahr 2008 den städtebaulichen Wettbewerb EcoBay (siehe BauNetz-Meldung vom 23. September 2008) im estnischen Tallinn für sich entscheiden.


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