Segel für den Wassersport
Schwimmstadien von gmp in Shanghai
Kaum ist die Fußballweltmeisterschaft der Frauen abgepfiffen, geht es gleich nahtlos weiter im Profisport. In China wurde am Samstag zum Beginn der 14. Weltmeisterschaft des Schwimmweltverbands FINA das neue Shanghai Oriental Sports Center (SOSC) eröffnet. Entworfen und geplant wurde die Sportanlage von den Architekten gmp von Gerkan, Marg und Partner in Zusammenarbeit mit den Ingenieuren Schlaich Bergermann und Partner, Arup und den Landschaftsarchitekten WES & Partner.
Wie schon zuvor in Südafrika beweist das Fachplanerteam nicht nur, dass es Sportwettkämpfen einen besonders ästhetischen Rahmen geben kann, sondern auch, wie schnell, effizient und dennoch qualitativ hochwertig gebaut werden kann. Erst 2008 wurde der Wettbewerb entschieden und dann innerhalb von nur zweieinhalb Jahren Bau- und Planungszeit die gesamte Anlage realisiert. Nun steht die Sportanlage auf ehemalige Industriebrachen entlang des Huangpu-Flusses, der in diesem Zuge rekultiviert worden ist.
Der Neubau des Sportkomplexes umfasst ein Medienzentrum sowie drei Stadien, darunter ein Hallenstadion, eine Schwimmhalle (Natatorium) und ein Außenschwimmbecken. Das Ensemble steht auf einer Plattform und erhebt sich über den künstlich angelegten Seen. Wasser diente den Architekten als verbindendes Element zwischen den Neubauten und als Gestaltungsprinzip der Parkanlage. Um die runden Stadien entsteht so eine schwingende Uferkante, während sich um die eckige Schwimmhalle eine gerade Linie als Kante beobachten lässt.
Durch eine verwandte Formensprache sowie gleiche Materialität und Konstruktionsprinzipien soll eine Einheit zwischen den drei Neubauten entstehen. Stahlkonstruktionen aus weitgespannten Bögen mit großen Dreieckselementen aus beschichteten Aluminiumblechen bilden entlang der Unterkonstruktionen zweiseitig gekrümmte Flächen, die an Segel im Wind erinnern. Die Hauptkonstruktion des Hallenstadions mit einer runden Grundrissfläche besteht aus Stahlbeton, das Dach aus einer 170 Meter überspannenden Stahlkonstruktion mit Aluminiumverkleidung. Die Dachkonstruktion der eckigen Schwimmhalle setzt sich auf einer Länge von 210 Metern und einer Tiefe von 120 Metern aus dreieckigen Glasflächen zusammen.
Das 80 Meter hohe Medienzentrum befindet sich auf der Nordseite des Sportkomplexes und beinhaltet Fitnessbereich, Konferenzräume und ein medizinisches Versorgungszentrum sowie VIP- und Bürobereiche. Die Fassade mit ihren weißen, perforierten Aluminiumpaneelen interpretiert die Wellenform des angrenzenden Sees.
Fotos: Marcus Bredt
Ihr Stichwort Durchdringungstiefe: Lesen allein reicht nicht, man muss auch das Hirn dabei einschalten. Wie flach muss ein Weltbild sein, um sich solche Zusammenhänge auszuspinnen ?
Ihre ausführliche und sehr freie Interpretation meiner paar Worte hier in Ehren, hoffe ich im Sinne Ihrer Umwelt- dass Ihre Bauvorhaben weniger creativ ausfallen.
Da Sie auch Berliner sind: Wahrscheinlich haben sich die altverfahrenen Raster zu sehr bei Ihnen eingebrannt ? Stein=Faschismus/Böse und Glas=Demokratie/gut ? Roter Pulli....braunes Hemd ? Da kann, wer es wagt einen jüdischen Arch mit sehr harten Worten zu kritisieren, nur am braunen Rand der Gesellschaft stehen. Da muss ein Schwimmstadion mit übergross geratenen Bögen natürlich an Speer erinnern.
Auf Ihre Vorwürfe gegen mich persönlich im Einzelnen einzugehen, ist mir denn doch zu blöd und der Hundespaziergang in der Kaffeepause weit lieber.
In der Einfältigkeit Ihrer Gedankengänge wünsche ich Ihnen jedoch viel weiteres Zähneknirschen beim Lesen meiner künftigen Kommentare anderer BN-Meldungen, Sie dürfen gern immer das letzte Wort haben.
Oder, um brav in Ihrem Bild zu bleiben: Der braune Akki geht lieber mit seinem teutschen Schäferhund eine Runde ums Teehaus am Obersalzberg spazieren :- )
P.S. Ich glaube Ihnen übrigens auf´s (deutsche) Wort, dass Sie "NICHT zeitgenössische Architekten und Nazis in einen Topf werfen" möchten. Schließlich finden Sie ja erstere ganz schrecklich und letztere doch eigentlich ziemlich gut, gell...nur architektonisch natürlich..;-)
Auch im Weiteren dürfen Sie mein Statement ruhig wörtlich nehmen: ...mehr um die Architektur und Gestaltung... steht dort, es steht dort nicht ausschliesslich. Ich nehme an, Sie sind der deutschen Sprache mächtig? Jeder hat (hoffentlich) ein Gewissen und setzt es entsprechend ein.
Nur ist eine Diskussion darüber in diesem Baunetz-Forum sinnlos, es reicht aus, dies am Rande zu erwähnen und nicht bei jeder neuen Meldung über Grossaufträge in China zum Hauptgegenstand der Betrachtung zu machen. Geschweige denn, wie hier, die jeweiligen Architekten gleich mit Faschisten zu vergleichen.
Speer wurde nicht ausdrücklich für seine Architektursprache im Sinne der Gestaltung, sondern für seine Verbrechen im Rahmen seines Organisationstalentes, einige haben Sie ja selbst aufgezählt, vor allem in seiner Funktion als Rüstungsminister eingesperrt.
Sonst hätten sicher auch weitere Architekten des Nationalsozialismus eingesperrt werden müssen.
Schön finde ich, dass Sie alle meine Beiträge gelesen haben, dann wissen Sie auch, das ICH ganz bestimmt nichts dagegen hätte, wenn Architekten auch für Ihre Gestaltung einsitzen müssten ;- )
Womit ich bitteschön NICHT zeitgenössische Architekten und Nazis in einen Topf werfen möchte !
Realistisch gesehen würde es mir natürlich reichen, wenn der Eine oder Andere überhaupt mal Gewissensbisse hätte...
"Überhaupt sollte es hier mehr um die Architektur und Gestaltung gehen, und nicht um die Frage, ob die Aufgabe an sich und das Bauen für Diesen oder Jenen gerechtfertigt ist."
Also l´art pour l´art, ganz ohne Gewissen. Nach dieser Logik, gibt es dann auch "schöne" Konzentrationslager und der Begriff "Herrschaftsarchitektur" wird eben mal sinnlos erklärt und zur allgemeinen Bequemlichkeit entpolitisiert. Natürlich ist es zulässig, Architektur (und deren Herstellung) als Akt der Unterdrückung und als Mittel der Politik zu begreifen....und Speer Senior, ein möglicherweise talentierter, aber dennoch gewissenloser Opportunist und Mitläufer, der sich bis zum Schluss auch lieber gerne als Opfer der Verblendung gesehen hätte (was ihm z.B. Joachim Fest nie geglaubt hat), welcher - vielleicht unverzeihlicherweise - eben doch nicht alles so genau gewusst haben will, saß eben auch für Beschäftigung von Zwangsarbeitern und die massenhafte Vertreibung und Enteignung von jüdischen Bürgern zum Zwecke der Stadtplanung ein...das waren wohlgemerkt keine "Kriegsverbrechen", sondern Tätigkeiten, die im unmittelbaren Zusammenhang mit seiner Tätigkeit als des Führers Architekt standen..
"Architekt oder Täter? Mein Vorschlag: Ab in die Psychiatrie mit anschliessender Sicherheitsverwahrung"?
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.