Bis spätabends
Schulerweiterung von C.F. Møller Architects in Ikast
Im Jahre 2013 stellten C.F. Møller Architects (Aarhus) das Gebäude der Internationalen Schule im dänischen Ikast-Brande fertig. Es ergänzt einen Bildungskomplex, zu dem auch das Business College HHX, das Ikast-Brande Gymnasium und ein Lehrer ausbildendes College gehören. In diesem Jahr ist nach drei jähriger Planungs- und Bauzeit eine weiteres Gebäude mit Multifunktions- und Kursräumen fertig gestellt. „Hjertet“ - das Herz, nennen die Architekten ihr Projekt. Dazu gehört auch ein Freizeitpark, der den Kontakt untereinander stärken soll.
Das 3.660 Quadratmeter umfassende Gebäude ist von allen Seiten zugänglich. Der zentrale Platz lässt sich von tribünenähnlichen Sitzstufen überblicken. Ein Flügel beherbergt Unterrichtsräume der Schule, die nachmittags und abends für Kunstworkshops, von Vereinen und der Abendschule genutzt werden können. Der andere Flügel beherbergt ein Café mit Küche und einen Bio-Lebensmittel-Laden. Gegenüber liegt eine große Sporthalle mit Zugang zum Außenraum. Das Obergeschoss bringt Räume für Tanz und Yoga, kulturelle Veranstaltungen sowie eine Jugend- und Bildungsberatung unter.
Ein 3,7 Hektar großer Park umgibt das Gebäude. Er umfasst einen Skaterparcour, Ballspielfelder sowie Plätze für Picknick und Lagerfeuer. Laut Architekten, die derzeit auch die viel diskutierte New Islands Brygge School in Kopenhagen bauen, werden die Räume und Anlagen von 35 Nutzergruppen aus den Bildungseinrichtungen frequentiert. Diese waren von Beginn an in die Planung involviert. (eb)
Fotos: Adam Mørk, Thomas Moelvig, Julian Weyer
Bei uns würde einem wahrscheinlich schon die GUV an vielen Stellen den Entwurf zerreden. Und die Kostenschraube erledigt dann den Rest.
mit der planungsaufgabe "schule", wie man sie hierzulande kennt, hat das haus aber recht wenig gemein. man vermisst klassenzimmer, ja überhaupt nutzflächen im klassischen sinne - das macht es einerseits so gut und andererseits so schlecht für unsere üblichen schulbauaufgaben adaptierbar. es wirkt eher wie ein jugendhaus, zentrum oder -club.
Ich freue mich für die Schüler und Lehrer, die in dieser Umgebung lernen und arbeiten dürfen - als auch der Gemeinde, die viel mehr, als den sonst meist üblichen Zweckbau und Look einer Schuhschachtel bekommen hat.