Coming-Out der Architektur
Schaufensterausstellung in Mannheim
Offen verhandelte LGBTQI+ Positionen in der Architektur zu finden, scheint nicht immer leicht, sind das Feld und der Diskurs doch noch immer heteronormativ und maskulin geprägt. Der BDA Baden-Württemberg plädiert mit der Ausstellung „Das Coming-Out der Architektur“ für mehr Diversität. Die deutschlandweit erste Architekturausstellung, die sich bewusst mit der Thematik auseinandersetzt, wurde im Juli 2022 in Stuttgart gezeigt und ist ab Donnerstag, 17. November 2022 auf Einladung von MOFA in einem Schaufenster in Mannheim zu sehen.
Präsentiert werden Arbeiten des anonymen Kollektivs TheQueerArchitect, die bekannte Bauwerke provokativ und sexpositiv neu interpretieren: Von Mies van der Rohes Barcelona-Pavillon mit „Barberinischem Faun“ im Wasserbecken bis zu Zumthors Thermalbad als Cruising Ground wird die Ästhetik der Architekturproduktion des letzten Jahrhunderts in Frage gestellt und um die Ästhetik des menschlichen und offen homosexuellen Körpers ergänzt. Was macht das mit der Architektur, aber auch mit den Betrachtenden?
Nach der Vernissage wird es eine After-Show-Party mit dem DJ- und Architekturkollektiv Technobeton geben. Weitere Veranstaltungen wie ein Queeres Winetasting, ein Bondage-Workshop oder die Finissage mit den Buchvorstellungen Schwule Architekten: Verschwiegene Biografien vom 18. Bis zum 20. Jahrhundert von Uwe Bresan und Wolfgang Voigt und Queer im Leben! Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in Geschichte und Gegenwart der Rhein-Neckar-Region von Andreas Schenk unterstützen die Ausstellung als Queerspace und sollen Anlaufpunkt für eine Auseinandersetzung mit Gender und Architektur bieten.
Eröffnung: Donnerstag, 17. November 2022, 19 Uhr
Ausstellung: 17. November 2022 bis 19. Januar 2023
Ort: Foyer C-Hub Kreativwirtschaftszentrum Mannheim, Hafenstraße 25, 68159 Mannheim
After-Show-Party: Lyftoh Bar Jungbusch, Werfstraße 25, 68159 Mannheim
Die Ausstellung ist kostenfrei und kann ohne Anmeldung besucht werden.
Doch zunächst das coming out der weiblichen Architektur. Wäre eine sinnvolle neue Stufe der Subjektivität in der Moderne. Ein: See it my way.
Es waren (unzulässig verkürzt) hauptsächlich Schwanzbilder auf Müll, der mit blutroter Farbe beschmiert war, wie dann auch auf dem Cover der AIT zu sehen war. Ein guter Freund aus der Szene erklärte mir auf der Party bei einem Freigetränk allen Ernstes, dass die Situation noch nie so schlimm gewesen sei wie heute. Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob das eine gute oder schlechte Nachricht ist.
Die Belange von Minderheiten aber auch von Frauen und Kindern werden viel zu selten beim Entwerfen mitbedacht. Allein der Neufert, auf dem viele DIN Normen und Vorgaben fußen, bedient sich dem normierten Männerkörper und schließt somit jede Vielfalt aus.
"Offen verhandelte LGBTQI+ Positionen in der Architektur zu finden, scheint nicht immer leicht, sind das Feld und der Diskurs doch noch immer heteronormativ und maskulin geprägt. " den zusammenhang zur Architektur