Maschinenhalle und Wachposten
Sächsischer Staatspreis für Baukultur 2026 vergeben
Gestern Abend wurde der Sächsische Staatspreis für Baukultur 2026 verliehen und erstmals standen zwei Projekte gemeinsam auf der Bühne: die Umnutzung einer Maschinenhalle zu Atelier und Bürofläche in Leipzig-Connewitz, geplant von KO/OK Architektur (Leipzig) und die Wachposten der Polizei am US-Generalkonsulat Leipzig geplant von Voigt Architekten (Leipzig).
Zum diesjährigen Thema „Bauen im Spannungsfeld von Hightech und Lowtech“ waren Bauprojekte, die aufzeigen, dass ein harmonisches Zusammenspiel zwischen technischer Ausrüstung und gestalterischer Qualität möglich ist. 34 Einreichungen waren eingegangen. Die siebenköpfige Jury unter Vorsitz von Elisabeth Enders wählte zunächst 15 Projekte in die Endauswahl. Neben zwei gleichrangigen Staatspreisen vergab sie schließlich zwei gleichrangige Staatspreise und außerdem drei Anerkennungen:
- Staatspreis: Umnutzung Maschinenhalle zu Atelier-und Büroflächen in Leipzig-Connewitz; Bauherrschaft und Entwurfsverfasser: KO/OK Architektur (Leipzig)
- Staatspreis: Wachposten der Polizei am US-Generalkonsulat in Leipzig; Bauherrschaft: Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement, Niederlassung Leipzig l; Entwurfsverfasser: Büro Voigt Architekten (Leipzig)
- Annerkennung: Sporthalle Geyer; Bauherrschaft: Stadt Geyer; Entwurfsverfasser: Code Unique Architekten (Dresden)
- Annerkennung: Festspielhaus Hellerau-Flügel Ost, Dresden; Bauherrschaft: Landeshauptstadt Dresden; Entwurfsverfasser: heinlewischer (Dresden)
- Annerkennung: die fabrik chemnitz; Bauherr und Entwurfsverfasser: Z 145 New Work (Chemnitz)
Die Jury würdigte die Eigenständigkeit und Konsequenz, mit der beide Projekte das Wettbewerbsthema umgesetzt haben, heißt es in der Presseerklärung. Die Maschinenhalle in Leipzig-Connewitz stehe für intelligentes Weiterbauen im Bestand. In die denkmalgeschützte Halle wurden reversible Einbauten als eigenständige thermische Einheiten gesetzt. Der Wachposten der Polizei am US-Generalkonsulat zeige hingegen, welches Potenzial selbst in kleinen und stark reglementierten Bauaufgaben steckt. Drei in Holzbauweise vorgefertigte Module wurden ohne eigene Fundamente errichtet.
Der Sächsische Staatspreis für Baukultur wird seit 2003 alle zwei Jahre verliehen und ist mit 50.000 Euro dotiert. Als Auslober treten das Sächsische Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung (SMIL) gemeinsam mit der Architektenkammer Sachsen und der Ingenieurkammer Sachsen auf.
Text: Paula Feichter



