Urbaner Visionär
Rem Koolhaas zum 65. Geburtstag
Heute, am 17. November 2009, feiert Rem Koolhaas seinen 65. Geburtstag. Der Journalist, Drehbuchautor und Architekt gilt weltweit als einer der größten Denker unserer Zeit – das TIME Magazine bezeichnete ihn unlängst als „einen urbanen Visionär, der einen Reichtum an Potenzial in unsere verstopften Städte streut.“
1944 in Rotterdam geboren, studierte Koolhaas von 1968-72 an der Architectural Association School of Architecture (AA) in London. Anschließend arbeitete er bei Oswald Mathias Ungers an der Cornell University in Ithaca. Zusammen mit Madelon Vriesendorp, Elia Zenghelis und Zoe Zenghelis gründete er 1975 das Architekturbüro Office for Metropolitan Architecture (OMA).
In Peking wird zurzeit immer noch an dem CCTV gebaut (siehe BauNetz-Meldung zum Großbrand vom 10. Februar 2009). Der Turm sollte ursprünglich in diesem Jahr fertig gestellt werden. Zu den aktuellen Projekten von Koolhaas zählt seit kurzem der Neubau für das Rathaus in Rotterdam. Das Office for Metropolitan Architecture konnte den Wettbewerb für das neue Stadskantoor im Oktober für sich entscheiden (siehe BauNetz-Meldung vom 22. Oktober 2009). Ob „de kaas van Koolhaas“ realisiert wird, steht jedoch noch nicht fest.
Weil’s so schön ist: Hier noch mal anstatt vieler Worte der Videoclip Rem Traceur! von Sarah Dunbar
wozu haben wir einen kopf,
wenn nicht dazu,
ihn durchzusetzen?
die nachkriegsarchitektur ist die rache der buchhalter für die vorkriegsträume der geschäftsleute.
(delirious rem)
trau keinem über 65.
Das hat mit Einfühlungsvermögen, menschlichem und städtischem Maßstab nichts mehr zu tun, sondern ist Maßstab sprengender Selbstläufer geworden. Herr Koolhaas hat wohl nicht gemerkt, dass er in Europa baut und nicht in China. Die Stadtväter / Investoren erwarten sich wohl dadurch erhöhte Tourismusaufmerksamkeit - selbstverständlich um des Profites Willen. Gegen Profit ist ja nichts einzuwenden, aber bei solch Menschen verachtenden Megacities wurde ja wohl etwas vergessen - der Mensch.
ein denker gewiss.
bei vielem aber auch gut das es nicht realisiert wurde...