RSS NEWSLETTER

https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Regierungsgebaeude_in_Berlin_von_K9_Architekten_7363382.html

17.08.2020

Mehr Raum für Arbeit und Soziales

Regierungsgebäude in Berlin von K9 Architekten


Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales befindet sich in einem geschichtsträchtigen Ensemble zwischen Wilhelm- und Mauerstraße in Berlin-Mitte. 2008 erfolgte die Fertigstellung einer südlichen Erweiterung unter Einbindung weiterer Bestandsgebäude bis hin zur Mohrenstraße. Den Wettbewerb für eine erneute Erweiterung an der Wilhelmstraße 50 hatten im Jahr 2013 K9 Architekten (Freiburg) gewonnen. Nach Abriss des Vorgängerbaus aus DDR-Zeiten fand 2017 die Grundsteinlegung statt, kürzlich ist das Haus fertig geworden.

Ein baulicher Anschluss an den Bestand kam aus denkmalschutzrechtlichen Gründen nicht in Frage. Deshalb verbindet nun ein verglaster Gang im Erdgeschoss den bestehenden Ministeriumskomplex mit dem Neubau. Dieser wiederum schließt mit seiner Gebäudetiefe exakt an das benachbarte Schulgebäude an. Im Ergebnis zeigt sich der Neubau somit als ein von drei Seiten belichteter Abschluss einer typischen Berliner Blockrandsituation. Im Erdgeschoss liegen ein Ausstellungsbereich und eine Kindertagesstätte, beide werden straßenseitig erschlossen. In die Büroräume der fünf Obergeschosse gelangt man ausschließlich über den Haupteingang des Ministeriums. Kunst am Bau kommt von den Berliner Künstlerinnen Francisca Gómez und Alexandra Spiegel, die die fotografische Leuchtkasteninstallation Ornaments of Social Living in zweigeschossigen Lufträumen beisteuern, welche die Büroetagen vertikal miteinander verbinden.

Die strenge, mit großformatigen Natursteinplatten verkleidetete Lochfassade orientiert sich in Materialität und Proportion an der 2008 erfolgten Süderweiterung des Ministeriums, für die Kleihues + Kleihues (Berlin) verantwortlich zeichneten. Durch die etwas breiteren Öffnungen im Erdgeschoss und die Übernahme dieser Breite im Fassadenrelief des ersten Obergeschosses formulieren K9 Architekten dezent die Idee eines Sockels. Dieser wie auch das Gesims zwischen dem vierten und fünften Obergeschoss schaffen eine gewisse Verbindung mit der Fassadengliederung des Altbaus. (hn)

Fotos: Cordia Schlegelmilch


Dieses Objekt & Umgebung auf BauNetz-Maps anzeigen:
BauNetz-Maps


Kommentare:
Kommentare (6) lesen / Meldung kommentieren


Alle Meldungen

<

17.08.2020

Die Mischung macht’s

Scheune mit Pool bei Tilburg von Jan Couwenberg

17.08.2020

Gezeichnete Stadt

Ausstellung in der Berlinischen Galerie

>
baunetz interior|design
Blick in die Vergangenheit
BauNetz Wissen
Neuer Treffpunkt
Baunetz Architekten
behet bondzio lin architekten
Campus Masters
Jetzt Projekt einreichen!
Stellenmarkt
Neue Perspektive?
vgwort