500 Betten, 400 Schreibtische
Pläne für Kollektivhaus in London
Zusammen wohnen und arbeiten mit über 500 Freunden? Was nach Facebook klingt, soll bald im Londoner Westen Wirklichkeit werden. „Redesigning the world around our generation“, lautet das Motto des Start-ups The Collective, das in Großbritannien bereits mehrere kollektive Wohnprojekte betreibt. Für einen Pauschalpreis, so die Idee, bekommt man nicht nur Zimmer samt hotelähnlichem Service, sondern eine ganze Gemeinschaft glücklicher Gleichgesinnter.
Das jüngste Projekt des Unternehmens entsteht in Zusammenarbeit mit PLP Architecture (London) im Stadtteil Old Oak Common, dessen gleichnamiges Bahngelände sich in den nächsten Jahren in ein neues Quartier verwandeln wird. Anstelle eines asbestverseuchten Bürogebäudes plant The Collective ein elfgeschossiges Hochhaus mit knapp 15.000 Quadratmetern, das bereits in naher Zukunft eröffnet werden soll.
Neben einzelnen Zimmern, kleinen Apartments und einem riesigen Co-Working-Space sind zahlreiche gemeinsam genutzte Annehmlichkeiten vorgesehen: Ein Fitness-Studio samt Spa wird es ebenso geben wie Gärten und Dachterrassen, ein Kino, einen „Disco-Waschsalon“ und natürlich Restaurants und Pubs. Allein schon das Raumprogramm macht klar, dass hier vor allem der kreative Austausch mit den vielen hippen Mitbewohnern im Vordergrund steht.
Das Grundstück liegt malerisch an einem Kanal, zudem hin sich das gläserne Foyer des Gebäudes öffnen wird. Die Visualisierungen der Interieurs zeigen dabei ein inszeniertes Gemeinschaftsleben, das an die schönen neuen Arbeitswelten des Silicon Valley denken lässt – nur dass man in Old Oak nach Feierabend nicht nach Hause darf. (sb)
alle aspekte des täglichen lebens, des beruflichen lebens wie auch des privaten lebens werden kollektiviert.
warum? letztlich aus gründen des profits und weil man den jeweiligen sozialen schichten solange es irgendwie geht ermöglichen möchte ein gewisses level zu behalten.
ich kann mir keinen neuwagen leisten? macht nix, nehm ich mir einen nagelneuen mini von driveNow. diese konzepte werden auch beim wohnen und ebenso im privaten parshipping einzug finden bzw. sind da schon.
selbstverwaltetes eigentum, so wie wir es kannten, wird es immer weniger geben. eine plattensammlung konnte vererbt werden, ein iTunes account kann es laut AGB von Apple nicht!
co-sharing delegiert eigentum an professionelle anbieter, in der operativen abwicklung als auch der wertschöpfung.
und natürlich kann das alles nur gelingen wenn man es mit einer portion hippness garniert, das alte rennrad, der alte addidas sportanzug.... altes zeug, aus geldnot zur hippsten sache der welt erklärt.
aber es hat auch vorteile, nichts ist nur negativ, wir sind aber noch nicht so weit diese gesellschaftliche entwicklung, auch in der architektur sinnvoll umzusetzen. das sollte aber u.a. auch die aufgabe der architekten und projektentwickler sein!!!