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06.02.2018

Praktikable Refugien

Pavillons bei Madrid von BETA.Ø


Auf das Minimale reduziert, in Harmonie mit der Natur und von Landluft umgeben – so ungefähr lassen sich die beiden Pavillons beschreiben, die im Club de Campo de Villa zwischen den Bäumen zu entdecken sind. Am Rand von Madrid dienen sie einer Tennis- und Paddelschule als Lagerraum und Büro. Die funktionalen Bauten wirken von außen, als hätten die Platanen über ihnen, die im Sommer Schatten spenden und im Winter die Sonne das Dach aufheizen lassen, bereits für Patina gesorgt – die neuen Refugien haben sozusagen schon Wurzeln geschlagen.

Von den Architekten BETA.Ø (Madrid) entworfen und gebaut, konnten die jeweils fünfzehn Quadratmeter großen Module direkt zum Standort geliefert und auf dünnen, Betonfundamenten aufgestellt werden. Die Außenwände setzen sich aus Phenolplatten und oxidierten, lackierten Stahlblechen mit einer dazwischen liegenden Isolierung zusammen. Eine zweite Hülle bildet ein ähnlich behandeltes Metallgitter, das wie bei einer Gartenlaube zum Einwachsen gedacht ist.

Innen unterscheiden sich die Pavillons nach ihrer Nutzung. Der Büroraum öffnet sich mit einer großen Fensterscheibe und ist an Boden, Decke und Wänden vollständig mit Kieferbrettschichtholz verkleidet, was eine warme und angenehme Atmosphäre vermittelt. Im Lagerraum wurden wasserbeständige Gipskartonplatten und geprägtes Stahlblech verwendet.

Die Entscheidung, das funktionale Programm auf zwei Bauten aufzuteilen, entstand nach einer Analyse des Grundstücks und Verortung des Baumbestands. Es ließ sich ohne Schwierigkeiten in die bestehende Situation integrieren. Die einfache Geometrie der Häuschen passt zum naturbelassenen Freizeitort. (rc)

Fotos: imagen subliminal


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