Centre Pompidou in Jersey City
OMA transformieren historisches Bürogebäude
Nicht nur der Louvre expandiert über die Grenzen von Paris und Frankreich hinaus – auch das ebenfalls in der französischen Hauptstadt ansässige Centre Pompidou eröffnete bereits mehrere Dependancen. Nach Metz, dem südspanischen Málaga, Shanghai und Brüssel soll bald auch eine in Nordamerika folgen. Wie Anfang Juni bekannt wurde, ging die Kunstinstitution dafür eine Partnerschaft mit der vor den Toren New Yorks gelegenen Stadt Jersey City ein. Ebenfalls an Bord des Projekts Centre Pompidou × Jersey City sind OMA, deren New Yorker Büro unter Leitung von Partner Jason Long derzeit an Plänen für den Umbau eines historischen Bürohauses am zentralen Journal Square arbeitet, in dem das Kunst- und Kulturzentrum 2024 eröffnen soll.
In direkter Nachbarschaft zur Bahnlinie PATH verfügt das circa 5.400 Quadratmeter große Bestandsgebäude über eine schnelle Anbindung an Manhattan im Westen und Newark im Osten. 1912 ursprünglich für die Public Service Electric and Gas Company erbaut, war der ikonische Bau 1995 schon einmal umfassend renoviert worden. Anschließend beherbergte er bis 2017 einen Teil des Hudson Community Colleges. 2018 erwarb ihn die Stadt in der Absicht, hier ein Kunstzentrum mit überregionaler Strahlkraft zu etablieren. Von der Zusammenarbeit mit dem Centre Pompidou und OMA erhofft sich Jerseys Bürgermeister Steven Fulop positive Revitalisierungsimpulse für die Stadt.
Die markante Erscheinung des viergeschossigen Bürohauses mit Backsteinfassade soll erhalten bleiben, originale Details aus Terrakotta und Kalkstein werden restauriert. Im Inneren bieten großzügige Raumhöhen und weite, stützenfreie Flächen optimale Bedingungen für Ausstellungen und Kulturveranstaltungen. Hier sollen nicht nur Meisterwerke der modernen und zeitgenössischen Kunst aus der Sammlung des Pariser Centre Pompidou gezeigt werden, sondern auch diverse multidisziplinäre Kultur- und Bildungsprogramme stattfinden. Wie den ersten Skizzen und Renderings von OMA zu entnehmen ist, wird auch das Dach bespielt und zum Garten umgestaltet. (da)
der Witz ist, genau das wird die Zukunft für uns als Architekten sein. Kurator des Raumes der schon da ist.
Ein Ausflug hierzu nach NY mit google maps lohnt sich. Treppen außen oder innen haben auf einmal ein Ziel in der Vertikalen mit nachts LED ala Timessquare.
An der Rückwand entwickelt sich auch die black box für die Exponate, während die Fensterseite den Platz bespielt.
Wie in Paris ist die Struktur, hier Ziegel, nur das Gestell im Mittelgrund zwischen Platz und hier der Rückwand.
Auch Berlin hat dieses Brandwandpotential als un- bis überdimensionale Bezugs- bis Bühnenfläche. Ggf. mit Vorhang davor...in eine andere Welt.
it s "the" space, stupid