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07.11.2022

In luxuriöser Nachbarschaft

OMA planen Gewerbezentrum in Tokio


Omotesando ist der Name eines von Bäumen gesäumten Boulevards in Tokio, welcher westlich zwischen den Stadtteilen Harajuku und Aoyama verläuft. Luxusmarken haben sich hier mit ihren Läden angesiedelt und machen die Gegend zu einer entsprechend hochpreisigen Adresse. Entlang der Einkaufsstraße haben sich zudem zahlreiche namhafte Büros architektonisch verewigt, darunter etwa Tadao Ando mit einem Shoppingcenter samt Luxuswohnungen. Am westlichen Ende Richtung Yoyogi Park planen nun OMA (New York) zusammen mit Partner Shohei Shigematsu ein weiteres Gewerbe- und Kulturzentrum mit dem Namen Harajuku Quest, das 2025 fertiggestellt werden soll.

Je nachdem von welcher Seite man einen Blick auf das geplante Center wirft, zeigt sich zunächst eine wahre Bandbreite an Fassadenvarianten. Von einer komplett geschlossen Ansicht über eine Glasfront mit Loggien Richtung Boulevard sowie eine schräge, windschief zulaufende Seite bis hin zu Terrassen, Treppen und einem begrünten Kubus auf dem Dach erwecken die Visualisierungen den Eindruck, als sei einiges in dem Entwurf untergebracht worden. Laut Projektbeschreibung erklärt sich dies durch die Lage an der Schnittstelle der Stadtteile Omotesando und Oku-Harajuku, zwischen denen das Gewerbezentrum Verbindungen schaffen soll.

Architekt Shigematsu sieht darin eine „Dualität des urbanen Kontextes” und spricht von „zwei Seiten derselben Medaille”, da das Gebäude auf Eigenschaften beider Stadtteile eingehen solle – sowohl auf die geradlinige Struktur um den Boulevard als auch auf die organischen, dorfartigen Straßen von Oku-Harajuku. Bauherr ist der Immobilienkonzern NTT Urban Development, der 2020 bereits das Einkaufszentrum With Harajuku auf einem benachbarten Grundstück fertigstellte.

Eine Passage führt Fußgänger*innen entlang des Gebäudes von Omotesando nach Oku-Harajuku. Im Gegensatz zur Glasfassade Richtung Straße flacht das Gebäude rückseitig durch Terrassierungen ab und schafft so verschiedene Ebenen öffentlichen Lebens. Geplant ist, auf der zweiten Terrassenebene Platz für kulturelle Programme und Versammlungen zu schaffen, sodass neben Büros und Gewerbe weitere Nutzungen angeboten werden können. (sas)



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