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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Neugestaltung_der_Copa_Cagrana_4467159.html

05.08.2015

Wiener Strandfeeling

Neugestaltung der Copa Cagrana


Für ein bisschen Strandfeeling in Wien sorgt seit den 1980er Jahren die Copa Cagrana an der neuen Donau. Nach einigen Schwierigkeiten in den letzten Jahren entstand nun ein neuer Entwicklungsimpuls. Bei Stromkilometer 12,5 konnten die Wiener Architekten gerner°gerner plus in nur vier Monaten einen beispielgebenden Neubau errichten. Als Grundlage war ein neues Gesamtkonzept für die in die Jahre gekommene Partymeile entwickelt worden.

Ursprünglich hatte die Stadt die Entwicklung des Gebietes an einen Generalpächter übergeben. In den letzten Jahren wollte sie die Planung dort allerdings zunehmend wieder selbst übernehmen. Der Pächter verließ die Copa Cagrana 2013 im Streit. Aus einem vom Wiener Gewässermanagement ausgelobten Ideenwettbewerb waren gerner°gerner plus bereits 2011 als Sieger hervorgegangen. Das Areal in der Nachbarschaft des im Februar 2014 fertiggestellten Donau City Towers von Dominique Perrault soll aufgewertet werden – vor allem, seit Überschwemmungen einige der Strandbars und Restaurants an der Copa Cagrana übel zugerichtet hatten.

Um diesem Problem in Zukunft vorzubeugen entwarfen die Architekten einen „Pavillon auf zwei Ebenen“. Mithilfe des Ingenieurbüros VASKO+PARTNER stellten sie sicher, dass das Untergeschoss im Ernstfall den Fluten standhalten wird. Im Normalfall über dem Wasserspiegel gelegen, ist der glatte Kubus weitgehend ohne Nischen und Fugen ausgebildet, um Aufräumarbeiten nach überstandenem Hochwasser zu erleichtern. Die aufgelagerte Stahlbetondecke wird durch drei massive Umfassungswände und an der offenen Seite durch treibgutsichere Stützen getragen. Der wettergeschützte Freiraum bietet durch die vorgelagerten Terrassen direkten Zugang zum Wasser.

Gastronomie und Panoramasicht können ganzjährig im oberen Geschoss erlebt werden. Der Stahlrahmenbau ist mit vorgefertigten Holztafel-Elementen ausgefacht und mit Lärchenholz verschalt. Die zentrale Terrasse ermöglicht die Blickbeziehung zwischen Donau und der dahinterliegenden Donau City. Hier soll Wien wachsen. Dazu entstehen – fast wie in Rio – weitere Hochhäuser mit Wohnungen und Büros für Firmen aus der High-Tech-Branche. (dd)

Fotos: Rupert Steiner


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