Unter der blauen Donau
Neue Metrostationen in Budapest
Ja, dieses Betonmikado ist wirklich echt: In Budapest werden zur Zeit die ersten beiden Stationen der neuen Linie M4 gebaut. Die Metró Budapest – so nennt sich das U-Bahn-System der ungarischen Hautstadt – wird damit um gute sieben Kilometer verlängert und verbindet erstmals die beiden von der Donau getrennten Stadtteile Buda und Pest.
Zwei der zehn neuen Stationen werden von dem ungarischen Büro sporaarchitects geplant und realisiert. Beide Stationen, die Fővám-tér-Station sowie der fast identische Zwilling, die Szent Gellért tér-Station, haben eine ähnliche Betonstruktur: Die Stahlbetonbalken schweben wie überdimensionale Betonmikados durch die drei Ebenen der Stationen. Die Architekten versuchen so, möglichst viel Tageslicht in den insgesamt 7.000 Quadratmeter große U-Bahnhof einfallen lassen. Ein neuer Tunnel für die Straßenbahn sowie eine Fußgängerunterführung sind ebenfalls in dem Konzept integriert.
Die Beton-Struktur ist teilweise mit Mustern bedruckt – auch Wände und Säulen wurden entweder geprägt oder mit verschiedenen Fliesen verkleidet. Der Neubau der beiden neuen Metró-Stationen wird jeweils mit 20 Millionen Euro angegeben. Fertigstellung soll 2012 sein.
Alle Fotos: Tamás Bujnovszky
Was der Baustoff sonst noch hergibt steht im Baunetz Wissen Beton.
glaub übrigens nicht, dass die "kids" "gephotoshopt" sind. die stehen wirklich da.
solong, deine kommentare sind relativ unwitzig.
Ich kann beim besten Willen nicht sehen, wieso dies ein "Leuchtturm" in der U-Bahn-Architektur sein soll. Bestenfalls ist es ein skurriles Beispiel für einen flotten Formalismus. Das ist durchaus nett anzuschauen, keine Frage. Die Frage der Dauerhaftigkeit ist durchaus berechtigt, jedoch weniger im Hinblick auf allfällige Sanierungen, sondern eher auf die zu erwartende kurze Halbwertszeit solcher architekonischer Entwurfsansätze.
, sehr aufwendig da kann man den naechsten EU Sanierungsfall schon riechen, wenn auch die Trockentuecher der Krise, als Staufahnen bald von ober sogar noch etwas frueher erwartet werden keonnen.