Kommunikativ verbraucht
Neue Entwürfe für Elbbrücke in Dresden präsentiert
Am 9. Juni 2007 wurden in Dresden neue Studien für den Bau einer Elbbrücke präsentiert. Die neuen Entwürfe sind des Ergebnis eines geladenen Gutachterverfahrens. Die Stadt Dresden will mit neuen Entwürfen den von der UNESCO angedrohten Verlust des Weltkulturerbestatus abzuwenden. Dresden ist nach dem Scheitern einer Verfassungsbeschwerde vor dem Sächsischen Verfassungsgerichtshof und dem Bundesverfassungsgericht verpflichtet, eine neue Elbquerung zu bauen.
Die Büros Ben van Berkel (Rotterdam), Frei Otto (Leonberg), Schlaich Bergermann (Stuttgart), Werner Sobek (Stuttgart), Feichtinger Architekten (Wien/Paris) und Leonhardt Andrä und Partner (Dresden) legen neue Entwürfe vor. Volkwin Marg aus dem Büro gmp hatte sich unlängst öffentlich aus dem Verfahren zurückgezogen und für den Bau eines Tunnels plädiert (BauNetz-Meldung vom 19. Mai 2007).
Zu den Fach- und Sachgutachtern gehören unter anderem Karl Ganser, Peter Kulka (Köln/Dresden), Wolfgang Schuster (Cottbus) und Hinnerk Wehberg (Hamburg). Sie empfahlen der Stadt Dresden, die Entwürfe von Schlaich Bergermann und Werner Sobek weiter zu verfolgen. Die beiden favorisierten Projekte zeigen deutlich den Versuch der Planer, die Brücke so schlank und filigran wie möglich erscheinen zu lassen.
Dem Verfahren war eine „Perspektivwerkstatt” von Architekten, Verkehrsplanern, Vertreter der Stadtratsfraktionen sowie Brückenbefürwortern und Brückengegnern im Haus der Architekten voraus gegangen. Ziel dieser Werkstatt war ein Abgleich der Meinungen und Vorschläge, wie Brücke und Welterbe-Titel vereinbar wären. Die Teilnehmer sprachen sich dafür aus, keinen zusätzlichen Verkehr über die Brücke in die Stadt zu befördern. „Man war sich einig, dass der herkömmliche Brückenentwurf ‚kommunikativ‘ verbraucht ist”, heißt es weiter in der Pressemitteilung der Stadt Dresden. Gemeint ist der bisherige Brückenentwurf des Berliner Architekten Henry Ripke, das 1997 den entsprechenden Wettbewerb gewonnen hatte (damals noch als Kolb + Ripke, siehe BauNetz-Meldung).
Die Entwürfe sind im Foyer des Technischen Rathauses, Hamburger Straße 19, am Dienstag, den 13. Juni 2007, von 13-18 Uhr und dann vom 14. Juni 2007 bis 5. Juli 2007 Mo-Fr Freitag, 8-18 Uhr zu besichtigen.
mehrere schräg gestellte pfeiler, teils tragend, teils harmonische ergänzung.
"Mein Vorbild? Ich schaue hinaus und finde mein vorbild in dem baum vor dem fenster..."
Antoni Gaudi
ich mein damit das sie wie gewachsen aussehen.
die pfeiler wären aus sicht beton, die äußerliche Konstruktion könnte mit sandstein verblendet werden.
über diese vorschläge hinaus frag ich mich was das theater eigentlich soll.
es kann doch nicht so schwer sein eine klassisch schöne und zugleich auch zukunfts taugliche brücke zu entwerfen!
UnStudio hat schon mal den Zustand nach dem nächsten Hochwasser vorweggenommen. Schade nur daß die Jury sich zum Handlanger machen ließ. Dem Wettbewerbswesen wird so zusätzlich geschadet. Die Konsequenz kann nur ein Tunnel sein - "learning from Hamburg" mal flußabwärts nachsehen!
schade für die elbauen....humor hilft der landschaft leider auch nicht