Schinkels erstes Hochhaus
Nachwuchswettbewerb in Berlin entschieden
Wider den Stachel der offiziellen Baupolitik zu löcken, das ist die selbst gegebene Aufgabe der Berliner Initiative „plattformnachwuchsarchitekten.de“. Zu diesem Zweck richtet sie unter anderem den Wettbwewerb „Stadt im Wandel – Stadt der Ideen“ aus. Mit der Auslobung wollte man erneut auf das bisher noch unbebaute Grundstück der historischen Bauakademie in Berlins Mitte aufmerksam machen.
Eine Jury unter dem Vorsitz der Künstlerin Renate Wolff kürte für 2009 zwei zweite Preisträger:
- „bauplatz wird schauplatz” von Frank Rudolph, Husum
- „Leerstand maximieren“ von Ulli Heckmann, Berlin
In Zeiten, in denen Steuergelder in Milliardenhöhe aufgewendet werden, um marode Banken zu retten, und Stadtschlösser wieder aufgebaut werden, sollte doch ein Gebäude wie die Bauakademie nicht in Ruinen stehen bleiben. Auch hier könnte sinnvoll investiert werden.
Während der Bauphase kann die volle Fassade zu Werbezwecken genutzt werden. Nach Beendigung der Bauarbeiten steht das Gebäude solange leer, bis eine sinnvolle Nutzung gefunden ist.“
Die Ergebnisse des Wettbewerbs werden vom 9. bis 12. Juni 2009 im AEDES Network Campus Berlin, Christinenstr. 18-19, 10119 Berlin ausgestellt. Eröffnung: Montag, 8. Juni 2009, 18.30 Uhr
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Wie jetzt?
"In Zeiten, in denen Steuergelder in Milliardenhöhe aufgewendet werden, um marode Banken zu retten, und Stadtschlösser wieder aufgebaut werden, sollte doch ein Gebäude wie die Bauakademie nicht in Ruinen stehen bleiben. Auch hier könnte sinnvoll investiert werden...."
Man mag die Ironie von mir aus platt finden, aber als Kommentar zu Werbung im öffenlichen Raum, Architektur oder Neuer Sachlichkeit war das bestimmt nicht gemeint. Im Grunde erschreckend, dass die Wirklichkeit schon so bitter ist, dass sie von der Satire nicht mehr karikiert werden kann.
und gerade was werbung und architektur angeht, hat man das gefühl, dass die architekten der neuen sachlichkeit wesentlich offener und progressiver diesbezüglich waren.
das hier ist mal wieder kindergartenegokacke.
das ist ein passendes bild der mut- und sinnlosigkeit der heutigen architektur -oder vielmehr der politiker im hintergrund- in berlin. rückwärts immer, vorwärts nimmer...