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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-NEXT_architects_und_Miebach_Ingenieure_planen_Aussichtsturm_5409640.html

06.06.2018

Eiffelturm der belgischen Küste

NEXT architects und Miebach Ingenieure planen Aussichtsturm


„Paris hat den Eiffelturm und Koksijde hat den Hoge Blekker“, ließ sich Marc Van den Bussche, Bürgermeister von Koksijde, bei der Entwurfspräsentation zu einem gewagten Vergleich hinreißen. Dabei gehört der Aussichtsturm mit einer Höhe von 20 Metern nicht gerade zu den größten seiner Art. Der eigentliche Clou ist die Treppenform: Eine hölzerne Doppelhelix, die sich in luftige Höhen schraubt. Entworfen hat den Turm das Amsterdamer Büro NEXT architects in Zusammenarbeit mit den auf Holz spezialisierten Ingenieuren von Miebach (Lohmar).

Das noch zu realisierende Projekt mitten im belgischen Koksijde soll den eigentlichen „Hoge Blekker“ krönen – mit 33 Metern die höchste Düne der flämischen Küste. Die Architekten, die sich schon mit einer Fledermausbrücke hervorgetan haben, entwarfen einen silber-grauen Holzturm, der farblich die passende Antwort auf die „natürlichen Grautöne der Umgebung“, wie es in der Projektbeschreibung heißt, liefern soll. Der rund 225.000 Euro teure, von der Gemeinde beauftragte Bau besteht aus einem Basisplateau im Dünensand, von dem aus die Holzkonstruktion zur Aussichtsplattform strebt. Die helixförmige Treppe ermöglicht dabei zwei verschiedene Wege für den Auf- und Abstieg. Nach oben behindern Holzlamellen die Aussicht, um das Aha-Erlebnis in 20 Metern Höhe zu steigern, während der Weg hinunter offen und nur durch ein schmales Geländer gesichert ist.

Zwar ist die Helixform nichts Neues, das zeigt beispielsweise die Aussichtsplattform in der Steiermark. Das Innovative am Entwurf von NEXT ist die Entwicklung der Spiralen auf engstem Raum. Ihre Idee war es, Landschaft und Landmark sinnvoll  zusammenspielen zu lassen. Der Entwurf solle auffallen und sich gleichzeitig in die Umgebung der Düne einfügen, Identität und Geschichte des Ortes mit dem Erlebnis Düne verbinden – so die Vorstellung der Architekten.

Hoge Blekker soll 2019 im Rahmen von Horizon 2025 realisiert werden, einem Fremdenverkehrsprogramm der belgischen Provinzen West-Flandern und Westtoer. Bis 2025 ist dort geplant, für 4,4 Millionen Euro ein Netz von rund 20 Aussichtsplattformen und Beobachtungspunkten entlang touristischer Routen zu schaffen. Die Aussichtspunkte können wie im Fall des Hoge Blekker Neubauten, aber auch Bestandsbauten wie zum Beispiel Kirchtürme sein. Alle Projekte sollen kostenlos zugänglich bleiben. (kat)


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Der Aussichtsturm von NEXT architects steht auf der 33 Meter hohen Düne „Hoge Blekker“.

Der Aussichtsturm von NEXT architects steht auf der 33 Meter hohen Düne „Hoge Blekker“.

Die helixförmige Holzkonstruktion ermöglicht getrennte Auf- und Abstiege.

Die helixförmige Holzkonstruktion ermöglicht getrennte Auf- und Abstiege.

Als Teil eines ganzen Netzes von Aussichts- und Beobachtungstürmen soll der Turm bis 2025 realisiert werden.

Als Teil eines ganzen Netzes von Aussichts- und Beobachtungstürmen soll der Turm bis 2025 realisiert werden.

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