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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Museum_von_Herzog-de_Meuron_auf_Long_Island_bei_New_York_eingeweiht_3013841.html

26.11.2012

Häuschenschema

Museum von Herzog/de Meuron auf Long Island bei New York eingeweiht


Zwei lange Riegel mit Satteldach – das ist das Prinzip des Entwurfes von Herzog/de Meuron für das Parrish Art Museum in Water Mill auf Long Island im US-Bundesstaat New York. Es wurde am 10. November 2012 eingeweiht. Ursprünglich hatten die Baseler Architekten noch einen „Bebauungsteppich“ vorgesehen (siehe BauNetz-Meldung vom 6. 9. 2006); später war dann das Konzept deutlich abgespeckt worden (siehe BauNetz-Meldung vom 14. 8. 2009).

Das Parrish Art Museum ist eine alteingesessene Kultureinrichtung in der „Künstlerkolonie“ des East End von Long Island. Mit dem Neubau konnte es seine Ausstellungsfläche verdreifachen. Ausgangspunkt des Entwurfes ist das typische Künstleratelier von Long Island mit seinem „Häuschenschema“ und seinen nach Norden weisenden Oberlichtern. Die beiden Bauflügel umschließen einen zentralen „Verkehrsknoten“ und bilden am Ende durch enorme Dachüberstände offene „Veranden“ aus. Zehn Galerieräume bestimmen das Herz des Neubaus, deren Begrenzungswände sich im Rahmen des konstruktiven Rasters versetzen lassen.

Im Osten dieses „Galeriekerns“ sind Nebenfunktionen wie Verwaltung, Lager, Arbeitsräume und Anlieferung untergebracht. Im Westen hingegen sind die öffentlichen Funktionen wie Lobby, Shop, Café und Bildungsräume gelegen. Ein regelhaftes System aus Stützen, Trägern und Fachwerkelementen bestimmen das konstruktive Rückgrat des Bauwerks. Bei der Materialwahl bezog man sich auf unmittelbar vor Ort verfügbare Baustoffe und örtliche Baumethoden.

Die Außenwände aus Ortbeton dienen als von überall sichtbare „Buchstützen“ der Gebäude-Großform. Deren großer Maßstab wird abgemildert durch die durchgängige Sitzbank an ihrem Sockel, von der aus man die umgebende Landschaft betrachten kann. Die diagonale Ausrichtung des Gebäudes auf dem Grundstück folgt dem Nordlicht und sorgt für „dramatische Wechsel der Perspektiven auf das Gebäude“ (Architekten).


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