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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Moschee_in_Singapur_4508049.html

03.09.2015

Offenes Haus

Moschee in Singapur


Fünf Religionen zählt man offiziell in Singapur und ca. 15% der Einwohner sollen dem Islam zugehörig sein. Wenn, wie hier im südostasiatischen Stadtstaat, unterschiedlichste Glaubensformen dicht an dicht aufeinandertreffen, ist Offenheit wohl die beste Haltung für ein harmonisches Zusammenleben. Formwerkz Architects (Singapur) haben sich für ihre Moschee Al-Islah im Stadtteil Punggol diesen Gedanken zu Herzen genommen. Die Architektur ihres Sakralbaus ist geprägt von Gesten der Aufgeschlossenheit.

Auf einem großen, erhobenen Vorplatz liegt die Anlage. Um ihn gruppierten die Architekten drei Gebäudekörper, deren Arrangement sich zur Stadt öffnet. Der Gebetssaal, die Islamschule und der Verwaltungsbau ähneln sich in ihrer Geometrie: Jeweils auf einem rechteckigen Grundriss beruhend, schließen sie mit einer geneigten Dachfläche ab, so dass sie wie drei gekappte Quader erscheinen. Die plastischen Fassaden der Gebäudekörper gestalteten Formwerkz hingegen sehr unterschiedlich aus.

Architektonisch steht der Gebetsraum im Zentrum der Anlage. In seinem breiten Volumen übertrifft er die anderen Bauten. Der Saal besitzt keine geschlossenen Außenwände und keine Türen. Über einen offenen Arkadengang mit gespreizten Spitzbögen ist er vom Vorplatz zugänglich. Ein gemustertes Betongitter schließt ihn seitlich ab. Entgegen des äußeren Eindrucks ist der Gebetsraum nicht überwölbt. Die skulpturale Kuppel, mit der die Moschee als Mittelpunkt des Ensembles definiert wird, ist dem Volumen nur aufgesetzt.

Die gesamte Anlage ist mit ihren unterschiedlichen Gebäuden und Höhen als ein Stück Stadtlandschaft angelegt, die öffentlich zugänglich ist. Über Treppen und verschiedene Ebenen zieht sich ein Parcours an den einzelnen Gebäudekörpern vorbei bis hinauf zur Dachterrasse über dem Gebetssaal. Hier ist nun auch die Kuppel mit ihrer luftigen Struktur erfahrbar, die damit nicht nur den Betenden, sondern allen Besuchern dient, um in ihrem Schatten einen besonderen Ort der Zusammenkunft zu schaffen. (sj)

Fotos: Albert Lim, Fabian Ong


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