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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Mensa_und_Aula_in_Rheinland-Pfalz_fertig_740717.html

18.02.2009

Schule bauen– Bauen schult!

Mensa und Aula in Rheinland-Pfalz fertig


Da sage einer, Modellprogramme wie „Schule bauen - Bauen schult!“ des Landes Rheinland-Pfalz, der Wüstenrotstiftung und der Architektenkammer Rheinland-Pfalz brächten keine vorzeigbaren Ergebnisse! Diese gelungene Erweiterung der Regionalen Schule Pellenz in Plaidt (Landkreis Mayen Koblenz, Rheinland-Pfalz) ist als Wettbewerbsergebnis 2006 aus eben diesem Programm hervorgegangen. Fertigstellung und Einweihung waren Ende 2008. Der Entwurf stammt von dem Büro o5 Architekten + Ingenieure - Raab Hafke Lang Monreal aus Frankfurt/Main.

Grund für die Erweiterung war einerseits die wachsende Zahl von Ganztagesschülern: Die vorhandene Mensa wurde den Anforderungen nicht mehr gerecht. Andererseits wollte die Schule wegen ihrer musikalischen Orientierung eine Aula für größere Events.

Der Erweiterungsbau, das „Haus der Gemeinschaft“, hat mit der neuen Mensa und Aula zentrale Funktionen einer Ganztagesschule erhalten. Folglich lag das besondere Augenmerk darauf, den Baukörper durch seine Positionierung auf dem Schulhof sowie durch seine Außenwirkung in den Mittelpunkt des Schulgefüges zu stellen. Das kompakte Volumen ergab sich aus den Anforderungen an die Wirtschaftlichkeit und Flexibilität des Gebäudes. So lassen sich nun verschiedene Veranstaltungs- und Nutzungsszenarien im Neubau verwirklichen.

Die Materialien Holz und Beton bestimmen den Charakter des neuen Mensagebäudes und schaffen Bezug zum Altbau: Er ist ebenfalls in Stahlbeton-Skelettbauweise aus Fertigteilen errichtet. Die Innenräume sind mit geölten Birkensperrholzplatten ausgekleidet.

Die Typologie der Öffnungen ist gestaltprägend. So wird über deren Dimension, Anordnung, Tiefe und Materilalisierung die besondere Funktion des Gebäudes als Bühne der Regionalen Schule Pellenz nach außen wirksam. Die tiefen, schräg geschnittenen Laibungen sind mit speziell versiegelten Okumé-Sperrholzplatten ausgeführt. Neben ihren verbindenden Eigenschaften werden die Öffnungen zu Orten zwischen Innen- und Außenraum, von den Schulkindern schnell adaptiert als schützende Treffpunkte. Im Inneren zonieren zwei dicke Wände das Gebäude und werden über Oberlichter im Dach zu Lichtelementen im Raum.


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Fotos: Eibe Sönnecken


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