Tellerturm
Luxus-Hotel in Abu Dhabi
Ob es angesichts der Wirtschaftskrise wirklich realisiert wird, wissen wir nicht, doch der Wettbewerb für das Helix Hotel ist entschieden. Der Entwurf des New Yorker Büros Leeser Architecture entstand in Kooperation mit Ove Arup und den Landschaftsarchitekten Atelier 10 und wurde nun mit dem ersten Preis ausgezeichnet.
Der Bau soll an der Bucht Zayed in Abu Dhabi entstehen, direkt an der „Serpentine Sheik Zayed Brücke“ von Zaha Hadid. Der Entwurf des geplanten Fünf-Sterne-Luxus-Hotels scheint die einzelnen Geschosse des Hotels wie Teller übereinander zu stapeln. Diese verschieben sich in Breite und Höhe spiralförmig um einen zentralen Innenhof.
Das Helix Hotel soll insgesamt 208 Zimmer und exklusive Suiten beinhalten. Das Luxus- und Wellness-Center in der fünften Etage wird von einem Swimming-Pool auf dem Dach ergänzt, von dem man zum Meer schauen kann. Ein Indoor-Wasserfall soll zu einem angenehmen Raumklima innerhalb des Gebäudes beitragen.
Die Architekten beschreiben ihren Tellerturm als „kritischen Dialog zwischen Reichtum und Urbanität“. Eine bemerkenswerte Beschreibung für ein Luxus-Hotel zwischen Abu Dhabi, Wüste und Meer.
""Die Wahrnehmung des Burj al-Arab zum Beispiel profitiert von der vom Architekten ins Spiel gebrachten Metapher des Schiffs mit windgeblähten Segeln,...""
da ist weder ein schiff noch ein segel zu sehen.
bei der methaper einer fein geschnittenen kohlrabischnecke wäre ich bei ihnen.
wie jeder andere Berufsstand, der sich mit der Herstellung von Dingen beschäftigt, werden auch Architekten gebeten, Ihr Werk zu erklären oder zu beschreiben. (Der Erläuterungsbericht ist meist ja auch eine geforderte Leistung bei Architekturwettbewerben.) Das ist wichtig und notwendig, weil oft genug neben den komplexen zeichnerischen Darstellungen, die einfachen und "griffigen" "sprachlichen Bilder" dazu angetan sind, die Intentionen zu transportieren, wodurch sich nicht selten auch das ästhetische Vergnügen an dem Werk erhöht. Die Wahrnehmung des Burj al-Arab zum Beispiel profitiert von der vom Architekten ins Spiel gebrachten Metapher des Schiffs mit windgeblähten Segeln, genauso wie das "Vogelnest" in Bejing erst mit dem Namen und dem kulturellen chinesischen Hintergrund mehr wird, als eine wilde und unlogische Tragstruktur. Dass andere vielleicht treffendere Kommentare zum Werk finden als der Urheber, muss nicht heißen, dass dieser weniger kompetent wäre, es zu beschreiben. Die Worte sind nicht nur leere Hülsen oder eitler Selbstzweck, sondern entspringen meist einem ganz wirtschaftlichen (Marketing-)Kalkül. Denn oft bestimmt in unserer medial geprägten Welt das Wort über das reale Werden oder Sein eines Gebäudes.
so a scheener Sonnenuntergang auf Bild 11.
Wofür war das DIng im Vordergrund nochmal?
Egal, hauptsache irgenwas.
Obs dafür dann auch ne Abwrackprämie gibt?