Advent, Advent, ein Denkmal brennt
Kunst+PR: Feuer im Haus Hardenberg in Berlin
Noch 2004 war das Haus Hardenberg (die ehemalige Buchhandlung Kiepert) in den Medien, weil die sanierenden Architekten einen Sonderpreis für Denkmalpflege erhielten. In zwei Tagen zünden nun die Künstler Thyra Hilden und Pio Diaz das Baudenkmal in der Knesebeckstr./Ecke Hardenbergstraße in Berlin-Charlottenburg an. Ihr Hilfsmittel: die neuzeitlichen Medien. Mit dem Event „Fire at Haus Hardenberg“ möchten die beiden Kreativen einen Beitrag zur aktuellen Kunstdebatte leisten.
Die Feuerkünstler spielen nicht nur mit dem Feuer, sie spielen auch mit unseren Sinnen, Gedanken und Gefühlen. So geschehen bereits in der Silvesternacht 2005 in Rom und im Sommer an der Frankfurter Sankt Katharinen-Kirche mit der Inszenierung eines scheinbaren Flammeninfernos.
Das außergewöhnliche Event in Berlin wurde durch den dänischen Systemmöbel-Hersteller Montana anlässlich seines Umzuges in das Haus Hardenberg initiiert.
Event: 5. Dezember 2008 ab 18 Uhr, täglich bis 21. Dezember 2008
keine baunetzmeldung wert.
ist es dann auch kunst, wenn es tatsächlich brennt während dessen?
Hau drauf und jeder sieht hin.
Sich eines menschlichen Reflexes zu bedienen, um Aufmerksamkeit zu bekommen ist nicht nur platt, sondern gerade mit einer Feuer-Geschichte im Bauwerk grausam und absurd.
Vergangenheitsbeältigung? Oder die pure Lust am Jungsein und tief in den Wunden der Alten bohren können?