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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Kulturzentrum_fuer_Schweizer_Elite-Internat_1145197.html

30.07.2010

Tschumis Fliegende Untertasse

Kulturzentrum für Schweizer Elite-Internat


A futuristic Hogwarts for Rich Weirdos“ nennt Suzanne Labarre von Co.Design den Entwurf von Bernard Tschumi Architects für das Schweizer Internat „Le Rosney“. Das mit den „reichen Sonderlingen“ mag stimmen, doch wie die altehrwürdige Hogwart-Zauberschule von Harry Potter sieht das Gebäude aber bestimmt nicht aus. Der gigantische rundgewölbte Bau gleicht eher einer fliegenden Untertasse. Und Schüler sind hier nicht angehende Hexen und Magier, sondern zukünftige Prinzessinnen, Fürsten – und vielleicht sogar Terrorfürsten. Denn laut dem Schweizer Journalisten Hanspeter Born soll auch Osama Bin Laden einst Zögling der renommierten Schule am Genfer See gewesen sein.

Aufgabe für die Architekten war es, den alten Campus mit seinen klassischen Mansardendächern um einen zeitgenössischen Bau für ein Kunst- und Kulturzentrum zu erweitern. Es sei schwierig gewesen, den Dialog zwischen Tradition und Modernität aufrecht zu erhalten und dabei den zeitgemäßen Anforderungen an ein solches Gebäude gerecht zu werden, sagen die Architekten.

Der Entwurf besteht aus einem flachen Kuppel-Segment, das aus Edelstahl gefertigt wird. Beherbergen wird der UFO-Bau einen Konzertsaal mit 800 Sitzplätzen, ein „Black-Box“-Theater, eine Bibliothek sowie Konferenzräume. Außerdem wird es ein Unterrichtszentrum, Übungsräume für Musik und Kunst sowie einen Ruhebereich mit Restaurant, Café und einer Lounge geben.

Rundherum am äußeren Rand des Kugel-Segmentes sollen Einschnitte den Kuppelbau gliedern. Knapp auf Scheitelpunkthöhe befindet sich eine Dachterrasse, von der aus die fleißigen Schüler in Lernpausen den Blick auf den Genfer See genießen können.  „Der reflektierende Stahl wird ein markantes Identitätsmerkmal und eine Landmarke nicht nur für die Schule, sondern für die ganze Region werden“, versprechen die Architekten. Außerdem fungiere die stählerne Oberfläche als eine Art Hitzeschild und reduziere so den Energieverbrauch. Und das ist ja fast schon Zauberei.


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