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12.01.2026

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Für Kinder und Kirchgemeinde

Kita in Memmingen von rohr.architekten


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Um den wachsenden Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder zu decken, beauftragte die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde im Memminger Ortsteil Dickenreishausen einen Kita-Neubau. Der Entwurf von rohr.architekten | produktentwicklung (Neusäß) erhielt in einem 2021 entschiedenen, EU-weiten Architektenwettbewerb nach GRW den 1. Preis. Auf dessen Grundlage wurde das Projekt in Arbeitsgemeinschaft mit Phase H Architekten (Memmingen) realisiert. Die Bruttobaukosten lagen bei rund 4,9 Millionen Euro (KG 200–700).

Im Frühjahr 2025 konnten die Kinder einziehen. 59 Plätze verteilen sich auf zwei Gruppen für Drei- bis Sechsjährige und eine Krippengruppe. Das Raumprogramm umfasst neben den drei Gruppenbereichen eine Aula mit Garderoben und Wartezone für Eltern, einen Speisesaal mit Küche und Kinderküche, einen Mehrzweckraum sowie Bereiche für Personal und Technik. Hinzu kommt ein von der Kirchgemeinde genutzter Gebäudeteil mit Gemeindesaal, Nebenräumen und Foyer.

Untergebracht ist all dies in einem eingeschossigen, asymmetrischen Baukörper mit 1.011 Quadratmetern Bruttogrundfläche. Hinzu kommen 3.800 Quadratmeter Freianlagen, die von Thomas Lauterbach (Markt Rettenbach) geplant wurden. Der Standort liegt am Ortsrand unweit von Kirche und Pfarrhaus. Durch die niedrige Höhe des Neubaus bleiben diese auch weiterhin aus der Ferne sichtbar. Ein großzügiger Platz bildet den Eingangsbereich und erschließt sowohl die Kita-Aula als auch das Foyer des Gemeindesaals barrierefrei.

Konstruktiv handelt es sich um einen Holzbau mit tragenden Wandfeldern und einer Dachebene als horizontal aussteifende Scheibe. Zur Anwendung kamen dabei vorgefertigte massive Elemente aus Kreuzlagenholz. Das begrünte Flachdach kragt aus und schafft geschützte Außenbereiche über den Eingängen und den Gruppenbereichen. Der Mehrzweckraum kann über bewegliche Wandflächen und Türelemente mit Aula und Gemeindesaal zusammengeschaltet werden. Das Zentrum der Aula markieren eine gehobelte Rundstütze aus Fichte und ein Sitzkreis. 

Die Gebäudehülle besteht aus einer sägerauhen Fichten-Brettschalung mit farbig gefasster Leistenschalung unter den schützenden Vordächern und großen Elementen aus wärmedämmendem Glas mit witterungsbeständigen Deckleisten aus Aluminium. Die Materialien wurden so verarbeitet, dass sie bei einem Rückbau getrennt und wiederverwendet werden können: Verbindungen sind lösbar verschraubt, flächige Bauteilschichten lassen sich dank eingelegter Trennlagen auf einfache Weise stofflich separieren. Geheizt und gekühlt wird mit Geothermie. (da)

Fotos: Celia Uhlade


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