Alles ist gut
Kindergarten in Österreich fertig
Die Architekten heißen AllesWirdGut (Wien), und ihr neuer Kindergarten in Ternitz (Niederösterreich) hat den Namen „tool KIT“ bekommen, was sowohl „Werkzeugkasten“ heißen als auch in Teilen als Abkürzung für „Kindergarten Ternitz“ gelesen werden kann. Der Neubau wurde Ende letzten Jahres fertig gestellt.
Die Architekten dichten knackig: „Ein Flachbau von 30 x 40 Metern mit einem zentralen Innenhof. Der Rundgang um den Hof erschließt alle Räume und ist so überdimensioniert, dass er nicht nur Gang, sondern gemeinschaftlicher Spielbereich für alle Kindergartengruppen wird. Der Innenhof ist eine Erweiterung der angrenzenden Bewegungsräume – ein Cabrio-Raum – und immer offen. Die Gruppenräume bieten für jede Lust und Laune den richtigen Rahmen: hell/dunkel, hoch/niedrig, steil/flach… Panoramafenster über die volle Raumbreite erweitern die ‚Zimmer‘ in den Garten. Farben und Materialien sind erdig und warm. Wir liefern den Rahmen, der alles offen lässt: Das Bild erschaffen die Kinder ständig neu.“
Gestalterisch wird der Baukörper von drei Materialien bestimmt: Im „Berührungsbereich“ im Erdgeschoss ist eine Holzfassade aus braun imprägnierten Lärchenleisten unterschiedlicher Breite mit vertikalen Fugen, die durch Fensteröffnungen und Verglasungen unterbrochen und strukturiert ist. Darüber gibt es einen sandfarbenen Putz mit grober Körnung.
Der Kindergarten hat eine BGF von 1.280 Quadratmetern und ist aus einem Wettbewerb im Jahre 2008 hervorgegangen.
Fotos: Hertha Hurnaus
Zur waldausstattung: die behauptung das im wald mit nichts alles gemacht wird ist meiner ansicht nach nicht so ganz treffend. Ein wald ist voll loser materialen die fuer die verschiedensten spiele und konstruktionen gebraucht werden koennen und es gibt eine unglaubliche vielfalt an raeumen von unterschiedlicher groesse, atmosphaere und ausstattung: es gibt klein gross, hoch, niedrig, hart, weich, trocken, nass, hell, dunkel, offen, dicht.... Das ist fuer mich nicht nichts.
Genau diese vielfalt vermisse ich bei den aussenanlagen, ohne das dies bedeutet, das so ein gebaeude gleich in einem wald stehen muss. Es geht mehr um eine raeumliche vielfalt die das spiel von kindern reicher machen kann und die auch mit klaren architektonischen mitteln erreicht werden kann (statt es z.b mit spielgeraeten voll zu stopfen).
Ich finde es toll, dass das gebaeude sich so nachdruecklich zum aussenraum hin oeffnet. Die gezeigten Bilder vermitteln jedoch den eindruck, dass es im aussenraum (hiermit meine ich weniger den innenhof) nur zweidimensional und eher grafisch weiter geht. Obwohl die rennbahn um das gebaeude super ist und sicher auch viel genutzt wird, denke ich das mehr raeumlichkeit im aussenraum das gebaeude spannender fuer die kleinen nutzer gemacht haette.
Liebe Frau M.: Dreck ist offensichtlich nicht gleich Dreck....manchmal gut, manchmal schlecht. Den Kommentar bezüglich der "Ausstattung von Wäldern" muss man aber nicht verstehen, oder?! Stecken hinter unklaren Äußerungen auch unklare Gedanken?
Richtig gesehen! Die Kinder werden im Innenhof nicht dreckig: In den Innenhof können die Kinder nämlich mit Hausschuhen, ohne sich umzuziehen, also jederzeit bei trockenem Wetter. Zusätzlich gibt es natürlich den Garten, mit allem was Kinder zum Dreckigwerden brauchen (auf den Fotos nicht abgebildet). Der Innenhof ist eigentlich eine Erweiterung des Innenraums ohne Dach...
P.S.: Danke für die lobenden Worte...