BIG in New York
Apartmenthaus in Manhattan geplant
Eine Pyramide in Manhattan? Genau das plant der amerikanische Immobilieninvestor Durst Fetner Residential (DFR), der gestern den Entwurf des dänischen Großbüros BIG Bjarke Ingels Group vorgestellt hat. Laut der Pressemitteilung soll bald an der West 57th Street zwischen 11th and 12th Avenue ein pyramidenförmiges Apartmentgebäude mit 600 Wohneinheiten gebaut werden.
Die Pyramide, im alten Ägypten als „Himmelstreppe zum Göttlichen“ geschaffen, ist ja auch eine interessante Bauform, der sich schon einige „Stararchitekten“ gewidmet haben, wie z.B. Norman Foster mit seinem Pyramidalbau in Astana, Kasachstan (siehe BauNetz-Meldung vom 5. September 2006). Auch Herzog & de Meuron planen eine Pyramiden-Scheibe in Paris (siehe BauNetz-Meldung vom 26. September 2008).
Doch Bjarke Ingels wählt in seiner Entwurfsbeschreibung für das 80.000 Quadratmeter große Wohnblock andere Worte: Das Gebäude soll ein Hybrid aus europäischer Blockrandbebauung und amerikanischem Wolkenkratzer sein. Gute 140 Meter soll der Wohnblock an seinem höchsten Punkt messen. Zu den gegenüberliegenden Seiten terrassiert sich das Apartmentgebäude ab, so dass alle Wohnungen die gleiche Belichtungssituation haben. BIG entwerfen also wieder einmal einen Wohn-Berg in der Stadt, wie sie es auch schon des öfteren in Kopenhagen getan haben.
Bjarke Ingels, von dem New York Magazine in diesem Zusammenhang als „Wunderkind“ gelobt, hat übrigens Anfang des Jahres eine Dependance im Big Apple eröffnet. Das Projekt wäre somit das erste Haus von BIG in Nordamerika – und mit Sicherheit nicht das letzte.
Bereits in den 80er Jahren wurde eine scharfe Diskussioin gegen das "decorated Diagram" der Moderne geführt. Damals wetterte man gegen die Nachfolger von Mies und Gropius und deren offensichtliche Trivialität.
Dass es offensichtlich immer noch blöder geht, beweisen die vorliegenden Piktogramm. Merke: mache 'ne bescheuerte Form, und da die keiner nachvollziehen kann, erkläre sie mit irgendwelchen Bildchen. Denn die verstehen ja auch Leute ohne jegliches architektonisches Grundwissen. Womit die Zielgruppe auch klar definiert wäre.
ein haus ist nur leider kein pikto.... sogesehen sind diese simplifizierungen nicht gerade ein segen ...
aber: mich uwndert nicht, dass BIG so selten ihre grundrisse preis geben. die wohnungen "unten" in der pyramide, also die "füllmasse", die sie für ihre äußere form brauchen, DIE würden mich mal interessieren. kann das denn mehr sein als legebatterien?