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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Kaffeeroesterei_und_Schreinerei_in_Gent_von_Buero_Juliane_Greb_8117476.html

17.01.2023

Dreieck auf Beton

Kaffeerösterei und Schreinerei in Gent von Büro Juliane Greb


Das Büro Juliane Greb mit Sitz in Köln sowie im belgischen Gent konnte im letzten Jahr mit dem genossenschaftlichen Wohnhaus San Riemo in München nachhaltig auf sich aufmerksam machen. Das Projekt, das in Zusammenarbeit mit Summacumfemmer (Leipzig) entstand, erhielt die Auszeichnung DAM Preis 2022. San Riemo überzeugte die Jury neben raffinierter Wohnvarianten und Grundrisseinteilungen vor allem durch seine „feine Architektursprache“.

Ein gewisses Maß an Ästhetik auch bei Industriebauten aufrecht zu erhalten, ist nicht selten eine Herausforderung, vor allem, wenn es um das Bauen in homogenen Stadtgebieten geht. Mit der VDK&C4-Fabrik, die sowohl Räume für eine Kaffeerösterei als auch eine Schreinerei bietet, stellte sich Büro Juliane Greb dieser Aufgabe in dem Industriegebiet Bloemekenswijk im Nordwesten von Gent, das sich aktuell in einer Transformationsphase befindet. In der Nähe des Parks Wondelgem Meersen soll hier ein neues Naherholungsgebiet entstehen, das die Stadtviertel Bloemekenswijk und Wondelgem infrastrukturell miteinander verbindet. Gleichzeitig ist das Areal Teil des Industriegebiets Wiedauwkaai, das in Zukunft zu einem nachhaltigen Gewerbepark für den Mittelstand umstrukturiert werden soll.

Die VDK&C4-Fabrik ist nicht nur Arbeits- und Produktionsstätte, sondern dient auch als Begegnungsort für die beiden kleinen Unternehmen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Auf den zwei Etagen verteilte das Team um Juliane Greb die Räume um einen dreieckigen Innenhof. Dieser unterteilt das Gebäude in drei Teile: die Schreinerei, die Kaffeerösterei und den Lagerbereich. Über dem unteren Lagerbereich befindet sich außerdem eine Dachterrasse, die von beiden Parteien genutzt werden kann. Bei den Materialien orientierten sich die Architekt*innen an den bereits vorhandenen baulichen Strukturen der Industrie. Entsprechend fiel die Wahl auf Sichtbeton, Stahlträger und Trapezbleche. Besonderes Merkmal des Neubaus sind neben den in Magenta und Neongelb gestrichenen Türen und Trägern die sich wiederholenden dreieckigen Formen, die sich in der Fassade wie auch im Grundriss wiederfinden. Die Baukosten beliefen sich laut Angaben auf 615.000 Euro an. (lb)

Fotos: Petter Krag


Zum Thema:

Für Architekturbiennale in Venedig 2023 wird das Büro Juliane Greb erneut mit Summacumfemmer zusammenarbeiten. Gemeinsam mit der Zeitschrift für Architekturtheorie ARCH+ kuratiert die ARGE den Deutschen Pavillon.


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