Twist auf Gleisen
KCAP gewinnt Wettbewerb in Nanterre
In Nanterre, im Nordwesten der Pariser Agglomeration, wird es in Zukunft eine weitere Haltestelle der S-Bahnlinie RER E auf der Strecke Paris – Mantes geben. Das Büro KCAP Architects & Planners mit Sitz in Zürich, Rotterdam und Shanghai gewann gemeinsam mit einem Team von internationalen Experten
mit dem Entwurf eines Schiffs auf Gleisen in einem internationalen Wettbewerb.
Twist – so heißt das neue Drehkreuz – soll als erster Schritt auf dem Weg zur städtebaulichen Entwicklung des ehemaligen Industrieareals „Les Groues“ verstanden werden. Für die Station werden täglich etwa 600.000 bis 700.000 Fahrgäste erwartet.
Das langgezogene, einmal geknickte Gebäudeschiff wächst hoch über die Gleise: Büroflächen von 14.000 Quadratmeter Größe sollen hier neben den Aufenthaltsräumen der Bahnstation untergebracht werden. Geplant sind weiterhin vier Brücken, wovon eine für die Fußgänger bestimmt ist.
Obwohl die Baumasse enorm ist, wirkt zumindest der Entwurf leicht und durchsichtig: Aluminiumstreifen durchziehen im Wechsel mit durchgehenden Fensterlinien horizontal die Fassade. Einsteigen, aussteigen und umsteigen kann man dann voraussichtlich ab 2020.
Wer würde sich denn hunderte Male immer wieder dasselbe Lied anhören? Wer will hunderte Male die gleichen puristischen Fassadenelemente sehen?
Was wir wirklich kritisieren sollten wäre in erster Linie die Auslober.
Ich schließe mich da eher den Kommentaren von Anton C. und Wendner an.
Und liebe (r) corbuclon, nur weil Ihnen die Kommentare nicht gefallen und selbst viele Architektenkollegen diese überdimensionierten Trivialbauten (von den gewöhnlichen Menschen ganz zu schweigen) nicht mehr wollen, sind die Kommentare aus meiner Sicht nicht unqualifiziert. Im Gegenteil, wie ich finde.
und so schlecht ist es nicht. städtebaulich interessant positioniert. und auch hier wäre es mal wieder interessant grundrisse zu sehen. im speziellen auch erschliessung. vielleicht kann es ja innen drin noch viel mehr? wir sind doch schliesslich nicht nur fassadenkünstler...
die abstufung ist doch recht gelungen. hoffe das kriegt man in der ausführung auch so hin.