Haselnussbaum in Hasselt
Justizpalast von J. Mayer H. in Belgien fertig gestellt
Architektonisch ist Belgien vielleicht das Japan Europas – zumindest bei den Projekten, die aus den eigenen Reihen kommen. Im nordbelgischen Hasselt hat man mit dem Bau des neuen Gerichtshofes das Berliner Büro J. Mayer H. Architekten beauftragt, das diesen zusammen mit den belgischen Architekten Lens°Ass und a20-architecten geplant und realisiert hat. Nun ist der ikonische Neubau nach acht jähriger Planungszeit endlich fertig gestellt und soll im Frühjahr 2013 in Betrieb genommen werden.
Der skulpturale Justizpalast steht direkt am Bahnhof von Hasselt und ist von überall sichtbar. Das ehemalige Bahnhofsareal in Hasselt wird zur Zeit auf der Grundlage des Masterplans von West 8 mit einem Park, öffentlichen Gebäuden, Büros und Hotels sowie mit städtischen Wohnblocks neu strukturiert. Der 13-geschossige J.-Mayer-H.-Skulptur setzt hier ein deutliches städtebauliches Zeichen für das neue Quartier.
Die ungewöhnliche Landmarke besteht formal aus drei miteinander verknüpften Volumen. Als eine Referenz für den Entwurf dienten die Haselnussbäume im Stadtwappen von Hasselt, als auch die Stahlstrukturen der ehemaligen Industrie- und Art-Nouveau-geprägten Stadt. Zudem nimmt die baumartige Struktur Bezug auf die im Mittelalter gebräuchliche Tradition, Gerichtsbarkeit unter großen alten Bäumen zu halten.
Das neue Gerichtsgebäude ist ein offenes, transparentes Haus mit direktem Zugang für die Öffentlichkeit, so die Architekten. Entsprechend den logistischen Anforderungen und Sicherheitsbestimmungen ist der Baukörper in drei unterschiedliche, voneinander getrennte Einheiten aufgeteilt: Gerichtssäle, Universitätsbibliothek und Büroturm mit Panoramarestaurant in 64 Metern Höhe. Von hier blickt man zurück auf die Stadt Hasselt und ihre Umgebung.
Fotos: Filip Dujardin
das haus wäre auch nicht besser, wenn jmh das muster zum ersten mal verwendet hätte, nun hat er es eben zum zigsten mal verwendet, weil die investoren diese marke bestellt hatten, investoren finden diese quälerei besonders, weil sie einmalig ist und kunsttheoretiker sehen das auch so, wie sagt Boris Groys: "Nur das Neue kommt ins Museum." NEU ja, GUT muss es dabei aber nicht sein,
Leute, labert nicht von Linien und 2dimensionalität, wenn Ihr Euch offensichtlich nicht einmal die Mühe gemacht habt, je ein Gebäude von JMH zu betreten. Und zur Frage der belgischen Bauherren: Die haben den Entwurf im Rahmen eines offenen Wettbewerbs gekürt und anschließend auch umgesetzt---Und nein: Belgier, Spanier, Dänen, Georgier sind nicht dümmer als die Deutschen. Und Herr Mertens: Auch die jüngeren Bürger werden einmal alt...vielleicht verstehen die sowas dann besser als die heutigen Alten?! Was wollen Sie denn eigentlich: geriatrisch-formal angepasstes Bauen? Die "alten Rennaissancemenschen" haben plötzlich Ihre Umwelt auch nicht mehr verstanden, als diese begann sich im Stile des barock zu wandeln. panta rhei! oder "The times they are a-changin"...Das ist der Lauf der Dinge, damit werden auch Sie sich letztlich abfinden müssen. Gestaltideen sind nicht automatisch schlecht, nur weil Sie neu oder idiosynkratisch sind oder weil "ältere Bürger" sie (angeblich!) nicht mehr verstehen. Lassen Sie das mal die Sorge derjenigen selbst sein. Und reden bitte nicht immer in diesem "Stadtbild-Deutschland"-Jargon von dem, was SIE glauben, dass andere es denken, wollen oder fühlen. So vermessen sollte niemand sein. Das ist mit Sicherheit kein Denkmal des Architekten für sich (als ob der das noch nötig hätte!), sondern ein schönes Beispiel für zeitgenössische Baukultur und die Modernität der Bürger von Hasselt! Glückwunsch nach Belgien und Lob ans Büro JMH.
Kein Wunder das so mancher Projektmanager oder Bauherr den Architekten als jemand sieht der sich selbst gerne ein Denkmal baut. Das ältere Bürger die Umwelt gar nicht mehr verstehen liegt auch an solchen Bauwerken.