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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Juedisches_Kulturzentrum_von_Shohei_Shigematsu_und_OMA_in_Los_Angeles_5540190.html

13.11.2018

Baubeginn für Audrey Irmas Pavilion

Jüdisches Kulturzentrum von Shohei Shigematsu und OMA in Los Angeles


Der Wilshire Boulevard Temple in Los Angeles ist seit 1862 ein bedeutender religiöser und kultureller Ort und Heimat der ältesten jüdischen Gemeinde der Stadt. Für das angrenzende 55.000 Quadratmeter große Grundstück neben dem Altbau im Stadtteil Koreatown suchte die Gemeinde nach einem Konzept, der ihrem Selbstverständnis, ein dynamischer Teil des geistigen und kulturellen Dialogs in der Stadt zu sein, baulichen Ausdruck verleiht. Shohei Shigematsu, einer der Partner bei OMA und Rem Koolhaas haben daraufhin in Zusammenarbeit mit Gruen Associates, den Landschaftsarchitekten Studio-MLA und Arup ein Veranstaltungszentrum entworfen. Vergangenen Sonntag wurde sein Baubeginn verkündet.

Der Audrey Irmas Pavilion ist das erste kulturelle Gebäude von OMA in Los Angeles. Er soll ein Treffpunkt für die Glaubensgemeinschaft sein, in dem nicht nur religiöse, sondern auch kulturelle Aktivitäten stattfinden können. Die Neubaupläne umfassen unter anderem einen Ballsaal, Tagungsräume und einen Dachgarten mit Panoramablick. Hektagon, Trapez, Kreisrund und Bogen, das sind die formalen Zutaten für den Entwurf. Die städtebauliche Geste erklärt Shohei Shigematsu als „respektvolle Abkehr vom nebenstehenden historischen Gebäude“ und als „Neigung in Richtung Straße, wo das Haus eine neue Präsenz schaffen möchte“. Über die Materialwahl wurde keine Aussage gemacht.

Das Geld für den Bau kommt von Audrey Irmas. Sie ist eine der größten Kunstsammlerinnen der USA und hat bereits viele Millionen Dollar für jüdische Organisationen gespendet. Im September 2015 hatte sie ein Gemälde von Cy Twombly mit dem Titel „Untitled, 1968“ aus ihrer Sammlung bei Sotheby's versteigern lassen und die Hälfte des Erlöses – geschätzte 30 Millionen US-Dollar – dem Bau des Audrey Irmas-Pavilions zukommen lassen. Irmas lässt sich mit den Worten zitieren: „Ich bin glücklich, dass der Pavillon endlich gebaut wird. Es ist etwas, von dem ich in den letzten Jahren geträumt habe.“ Ende 2020 soll der Bau fertig sein. (fm)


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Hektagon, Trapez, Kreisrund und Bogen, das sind die formalen Zutaten für den Entwurf.

Hektagon, Trapez, Kreisrund und Bogen, das sind die formalen Zutaten für den Entwurf.

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