Ungleiche Zwillinge
Hochhäuser in Paris von Ateliers Jean Nouvel
Die Ostseite von Paris südlich der Seine rückt allmählich in den Fokus der Aufmerksamkeit. Bereits seit den 1990er Jahren wird das im Stadtteil Rive Gauche im 13. Arrondissement gelegene Gebiet entlang der Avenue de France städtebaulich entwickelt. In Sichtweite der 1996 eröffneten, buchförmigen Nationalbibliothek von Dominique Perrault, der erst kürzlich 70. Geburtstag feierte, entstanden bis 2022 direkt an der Périphérique die beiden spektakulär zueinander verdrehten Hochhaustürme Tours Duo von Ateliers Jean Nouvel (Paris). Ähnlich wie andere Hochhäuser des Büros, etwa in Marseille, Doha oder Barcelona, setzt der Neubau einen eigenen Akzent. Beauftragt wurde das Büro nach gewonnenem Wettbewerb 2011/2012 mit dem Bau der ungleichen Zwillinge mit einer Fläche von rund 107.000 Quadratmetern von den Entwicklern Ivanhoé Cambridge und Natixis Assurances sowie den Investoren Hines France und Semapa.
Die beiden asymmetrischen, verschoben gestapelten und geneigten Türme entwickeln sich V-förmig aus einem gemeinsamen Erdgeschoss heraus. Sie sind weithin sichtbar in der Perspektive der Avenue de France sowie am Autobahnring und nahe den Bahngleissträngen Richtung Stadtzentrum positioniert. Die Glasfassaden spiegeln ihre Umgebung wider, und die aus jeder Richtung unterschiedlichen Baukörper werden so im Vorbeifahren zur dynamisch erlebbaren Großskulptur.
Der Sockel verbindet beide Türme räumlich und stellt eine gemeinsame Infrastruktur mit Gastronomie, Dienstleistung, Geschäften und Tiefgaragen zur Verfügung. Ebenso teilen sich die Türme eine große, platzartige Terrasse, die den Neubau und das rund 8.800 Quadratmeter große Areal in die Nachbarschaft einbindet. Der südliche, 180 Meter hohe Tours Duo-1 ist ein reiner Büroturm mit 39 Geschossen inklusive Vortragsaal, eigenem Restaurant sowie einem Besprechungsraum mit Panoramablick im obersten Geschoss.
Der stadtzugewandte Tour Duo-2 umfasst 29 Geschosse und ist lediglich 125 Meter hoch. Er beherbergt weitere Büroflächen sowie ein von Philippe Starck gestaltetes Hotel mit 139 Zimmern, Panoramarestaurant, Bar und großer überdachter Terrasse mit Blick auf Paris und die Seine. Die oberen Gebäudeabschlüsse sind laut Jean Nouvel, dem wir uns ebenso zum 70. Geburtstag gewidmet hatten, als „Gipfel“ oder Köpfe zweier Darsteller im Austausch miteinander zu verstehen. (uav)
Fotos: Roland Halbe
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@KarstenS: Welch merkwürdigen Gedankengänge Sie haben. @auch ein: so viele Fehler im Orthographie und Interpunktion bei so wenig Inhalt! Selbst für Ihre Verhältnisse dürftig.
Vor Allem komisch wenn man aus einem Land kommt dessen Hauptstadt durch eigene Dummheit ein kaputtes Stadtbild hat. Das wird wohl auch trotz Stein-Raster Fassaden für Reiche so bleiben. Ich sag das mal so: Wenn Paris meint das das Paris ist, geplant durch einen Architekten der Paris ist, dann sollte man mal überlegen ob es nicht ein bisschen arrogant ist nur lapidare Kommentare dazu zu haben. Vielleicht ist es ja nicht schlecht das Europa nicht nur in der Vergangenheit dümpelt. Die war nämlich gar nicht so toll.
Der Prof. hat's zerrissen als sei er Godzilla